Kategorie: Kultur der Menschenrechte

„Mit Humor und Poesie zum Nachdenken bringen“ – die Autorin Mehrnousch Zaeri-Esfahani schreibt und erzählt von Fluchterfahrungen

„Wertschätzung und der Respekt vor anderen Menschen ist meine Motivation“, bekennt die aus dem Iran stammende Autorin und Sozialarbeiterin Mehrnousch Zaeri-Esfahani.  Und sie erläutert weiter: „Jeder Mensch wurde einmal als Kind von einer Mutter geboren. Das macht ihn wertvoll, egal, was er später tut. Das ist der Grund, ihm zu helfen. Mehr nicht.“ Für das,

Aylin und das Mondlicht oder: Mit Geschichten, Gedichten und Spielen Begegnung erfahren

Aylin und das Mondlicht Der Wind weht frisch an diesem Abend, deswegen zieht Aylin den Reißverschluss ihres Anoraks bis unter das Kinn. Sie tippelt ungeduldig von einem Fuß auf den anderen. Ihre Oma hat sich sogar schon Handschuhe angezogen. Als Aylin nach Omas Hand greift, merkt sie, dass sie sich wollig und weich anfühlen. Sie

„Verfeinere unsere Seelen, damit das Auge unterscheiden kann“ – Impressionen und Gedanken zu den Geflüchteten und Helfenden in Flensburg, Teil 2

Vor zwei Wochen haben ich hier im Blog zum ersten Mal über meine Eindrücke und Erfahrungen in der Begegnung mit Geflüchteten und Helfenden in Flensburg wie unterwegs auf Reisen geschrieben. Damals war nicht absehbar, wie sich das dauerhafte Engagement der freiwillig Engagierten am Bahnhof wie an verschiedenen Orten der Stadt weiter entwickeln würde. Inzwischen habe

„Anderen helfen, dass sie ihren Weg gehen können“ – Impressionen und Gedanken zu den Geflüchteten und Helfenden in Flensburg

Am Flensburger Bahnhof ist seit einigen Tagen vieles anders als sonst. Menschen, die auf der Flucht sind – Tausende, die auf die Weiterreise nach Skandinavien warten – machen in Flensburg Station, bleiben für Stunden, Tage, Nächte, vielleicht auch für länger, für immer. Wir wissen es nicht. Wir erleben nur, dass sie erschöpft sind, dass sie

„Unglaublich ergreifend“ – das neue Buch von Navid Kermani

„Unsere Gesellschaft muss sich mehr denn je den Erfahrungswelten von Menschen unterschiedlichster nationaler und religiöser Herkunft stellen, um ein friedliches, an den Menschenrechten orientiertes Zusammenleben zu ermöglichen“ heißt es in der Begründung des Stiftungsrats zur diesjährigen Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den deutsch-iranischen Schriftsteller Navid Kermani. Kermani selbst hätte zur Beschreibung dieses Anliegens