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Schlagwort: Lyrik

Sonntagsmomente: Verschließe dich vor der Verzauberung nicht

Sonntagsmomente: Verschließe dich vor der Verzauberung nicht

Verschließe dich vor der Verzauberung nicht in diesen berechneten Zeiten. Denn jeder Tag hat sein eignes Gesicht und kann uns die Sinne weiten für üppiges Blühen am Straßenrand, für Vogelgesang in der Frühe, für Kunst ohne Namen auf grauer Wand, für Leichtigkeit nach langer Mühe, für Flötenmusik, die durchs Fenster weht, für Augen, die unverhofft lachen, für jede Idee, die was Schönes sät, für Menschen, die einfach was machen mit Lust und mit Liebe, mit Umsicht und Mut, mit brüchiger…

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Bilderbuch-Tipp: Ein Tag im Schnee

Bilderbuch-Tipp: Ein Tag im Schnee

Hier in Norddeutschland ist der Morgen des 3. Advents grau: Nieselregen, nasskalt, wolkenverhangen. Bei dem leuchtenden Bilderbuch, das auf meinem Schreibtisch liegt, ist das anders: “Ein Tag im Schnee” von Ezra Jack Keats. Das Original ist in den USA schon vor fast 60 Jahren erschienen. Dort zählt es bis heute zu den bekanntesten (und in den Bibliotheken zu den am häufigsten ausgeliehenen!) Bilderbüchern. Auf eine deutsche Übersetzung musste es Jahrzehnte warten. Aber nun ist sie beim Carl-Auer-Verlag vor wenigen Tagen…

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#kulturtagebuch 25. November 2020: Seelenfutter “Sag mir, dass du dem Leben gut bist” (Hugo Ball)

#kulturtagebuch 25. November 2020: Seelenfutter “Sag mir, dass du dem Leben gut bist” (Hugo Ball)

Zu dem, was ich in der Coronazeit kulturell neu schätzen gelernt habe, ist das Podcast-Hören. Ich mag dieses Hineinlauschen in Themen und Gedanken, dieses sich anregen lassen – auch mal mit geschlossenen Augen. Beim “Seelenfutter” zum Beispiel:  Da teilen Susanne Garsoffky, Publizistin aus Eiderstedt, und Friedemann Magaard, Pastor aus Husum, Woche für Woche besondere Lyrik-Entdeckungen mit den Hörenden, versuchen zu beschreiben, was sie da anrührt, bewegt, fasziniert, irritiert – und schlagen im Dialog eine Brücke zu Texten der Bibel. Dabei…

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Am Wegrand der Woche: Frühlicht

Am Wegrand der Woche: Frühlicht

Die Segel sammeln das Frühlicht des Tages und rollen es aus weit draußen auf See, wenn die Winde drin spielen mit Schwung und Gebraus.   vielleicht reicht die Wärme im Weißen Gewebe für Sturmzeiten, herbstlich – und noch in der Schwebe bleibt Goldstaub vom Sommer und rieselt ins Meer.   Und manchmal, da spülen die Wellen im Winter ein Glitzern ans Ufer von weit her.   Susanne Brandt

Föhrer Inselzeiten: Zerzauste Bäume

Föhrer Inselzeiten: Zerzauste Bäume

Zerzauste Bäume wissen von dem Wind, der unermüdlich durchs Geflecht der Äste fegt, bis sich die Krone elegant zur Seite legt, das Tanzen lernt, zu eignen Formen findet, mit Himmel und mit Erde sich verbindet, auch in der Stille noch die Spur des Sturmes trägt, von Widerstand und Zuneigung geprägt.   Susanne Brandt