Sonntagsmomente: Vom Trost der wilden Lebendigkeit

Sonntagsmomente: Vom Trost der wilden Lebendigkeit

Das war ein außergewöhnlicher Sommer – durch Sterben und Tod meiner Mutter, die Begleitung und Hilfe für meinen Vater und viele Aufgaben, die sich für uns daneben beruflich stellten, wurden die Prioritäten über Monate anders gesetzt. Das bedeutete auch: Wir haben den alten Garten rund um unser Haus einfach mal das tun lassen, was er seit Jahrzehnten gut auch alleine kann: wachsen, wuchern und blühen – und zwar ziemlich wild durcheinander. Heute, am letzten Tag meiner Corona-Isolation, freue ich mich…

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Auf Zehenspitzen

Auf Zehenspitzen

Triffst du einen Igel, musst du leise sein. Deine Schritte hören sich gewaltig an. Schleich vorbei und flüstre „Guten Morgen“, dass er sich entspannen und entrollen kann. Susanne Brandt

Mückengold und Inseltraum

Mückengold und Inseltraum

Um Visionen von „Trauminseln“ ging es bei einem von Richard Wester initiierten Schreibwettbewerb im Sommer 2022. Überraschend war die Vielfalt der Preisträgerinnen-Texte, die am 1. September bei einer Lesung in der Buchhandlung Rüffer vorgestellt wurden: In keinem ging es um exotische Inselparadiese für unbeschwerte Urlaubstage. Trauminseln – das sind Zufluchtsorte, Hoffnungspunkte, Fantasiewelten auch und gerade inmitten der fragilen Lebenswirklichkeit. Der 3. Preis: Mückengold und Inseltraum… Ich sehe mit den Ohren: perlendes Plätschern, rhythmisches Rauschen, das Rascheln der Muscheln, wenn eine…

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Sonntagsmomente: Zaunwindenkleid

Sonntagsmomente: Zaunwindenkleid

Zugegeben – wir haben unseren Garten in diesem Sommer vielleicht ein bisschen zu sehr sich selbst überlassen. Vieles ist die letzten Monate geschehen, Zeit und Kräfte waren an anderen Stellen gefordert. Davon unbeeindruckt blühte, wuchs und wucherte der Garten wild vor sich hin und bot uns und manchen Tieren, die dort Schatten suchten, immer mal wieder eine kleine Oase der Entspannung. Ab und zu bin ich dann am Abend aber doch mal mit der Gartenschere durch die Staudenbeete gestapft, um…

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Bäume am Wegrand: vom Abschiednehmen und Weiterwachsen

Bäume am Wegrand: vom Abschiednehmen und Weiterwachsen

Wie groß die Bäume geworden sind, dachte ich, als ich diese Tage nochmal meine alten Schulwege entlang gegangen bin. Eigentlich hatte ich nie eine besonders sentimentale Beziehung zu jenem Harksheide am Stadtrand von Hamburg – seit 1970 Stadt Norderstedt. Vor mehr als 35 Jahren habe ich die Stadt verlassen. Verglichen mit den 20 Jahren, die ich dort meine Kindheit und Jugend verbracht habe, sind mir andere Lebensorte später viel wichtiger geworden. Aber wirklich bewusst Abschied nehmen musste ich von Norderstedt…

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