Maßnehmen am Maßstab der Menschenwürde – mit vielen einzelnen Maßnahmen…und Musik!

Was in der Überschrift vielleicht wie ein Wortspiel anmutet, hat einen ernst gemeinten Hintergrund, der an diesem Wochenende sehr treffend durch einen Beitrag von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung untermauert wurde: http://www.sueddeutsche.de/leben/persoenliche-betroffenheit-die-gretchenfrage-1.2692471

Er beleuchtet darin ausführlich und differenziert die unterschiedlichen Aspekte der Flüchlingsthematik – bei uns wie in den Herkunftsländern – und stellt dabei treffend fest, dass „es DIE Lösung für eine Bewältigung der Flüchtlingskrise nicht gibt. Es gibt nur eine Vielzahl von einzelnen Maßnahmen, die sich aber alle messen lassen müssen an dem, was nicht geht. Eine Verletzung des Maßstabs der Menschenwürde geht nicht.“

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Angebote für Flüchtlingskinder im Irak, c terre des hommes

Sein Beitrag redet die politische und gesellschaftliche Herausforderung nicht klein, verschweigt nicht die noch ungelösten nationalen wie globalen Probleme, benennt aber zugleich viele konkrete Aspekte, an denen deutlich wird, was zu der erwähnten „Vielzahl von einzelnen Maßnahmen“ gehören könnte. So macht er am Beispiel der Situation in libanesischen Flüchtlingslagern darauf aufmerksam, wie dringend nötig Hilfsgelder gebraucht werden, um für Kinder einen Schulunterricht zu ermöglichen (und ich füge hinzu: auch, um eine psychosoziale Betreuung und Freizeitgestaltung mit Sport und musisch-kulturellen Angeboten gewährleisten zu können). In Prantls Beitrag heißt es dazu: Je länger diese Kinder nicht in die Schule gehen, desto mehr verdüstern sich ihre Zukunftschancen, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder und Jugendlichen Gewalt ganz gut finden und lernen, mit Bomben statt mit Büchern ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Für sie Schulunterricht zu organisieren – das ist Fluchtursachenbekämpfung und Terrorprävention.“ Weiterlesen

Poster-Tipp: Lesen und Bücher als weltweites Kinderrecht

A4_Childrens_Literacy_Rights.English.final.lo_resIn Zusammenarbeit von IBBY mit einer südafrikanischen Organisation zur Leseförderung und anderen Initiativen ist dieses Plakat erstellt worden, das treffend vor Augen führt, was das Recht der Kinder auf Literacy konkret bedeutet und umfasst. Viele Aspekte, die Daniela Skokovic (Serbien) und ich beim Deutschen Bibliothekartag 2015 in Nürnberg zur Bedeutung von Bibliotheken  für die Verwirklichung der weltweiten Kinderrechtskonvention erarbeitet und vorgestellt haben (Texte dazu s. dazu https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/docId/1932), kommen auch auf diesem Plakat zum Ausdruck. Das belegt einmal mehr die internationale Relevanz und weltweite Verbundenheit zu den hier dargestellten Anliegen. Als pdf lässt sich das Plakat (in vielen südafrikanischen Sprachen) auch downloaden: https://www.unicef.org/southafrica/SAF_resources_literacyrights_english.pdf

Nicht nur andere „fit machen“, sondern Raum schenken zum Entdecken & „Mitmachen“

Menschenrechte, Inklusion und Teilhabe als Herausforderung für Bibliotheken – ein persönlicher Rückblick auf den Deutschen Bibliothekartag 2015 in Nürnberg

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Foto: Susanne Brandt

Bibliothekartag 2015 in Nürnberg, der „Stadt der Menschenrechte“ – das lässt sich als besondere Herausforderung und Einladung dazu verstehen, bei allen aktuellen Fragen und Entwicklungen des Medienwandels im Blick zu behalten, welche Chancen oder möglicherweise auch Barrieren sich für die Inklusion und Teilhabe von Menschen in verschiedenen Lebenslagen ergeben.

Vier Kongresstage mit einem dicht gefüllten Programm reichen sicher nicht, um darauf erschöpfend Antworten zu finden. Aber immerhin gab es reichlich Impulse zum Weiterfragen – und  die eigentliche Arbeit zu den vielen gewonnenen Eindrücken und neu geknüpften Kontakten fängt an, wenn sich die Menschen vom Kongress wieder auf den Weg nach Hause machen…

Mein persönliches Weiterfragen und -denken knüpft dabei an Gespräche und Vorträge an, in denen es darum ging… Weiterlesen

Was uns verbindet – Kinderrechte und Bibliotheken binational im Blick

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Beispiel aus der gemeinsamen kreativen Arbeit im Sister Library Project zwischen Serbien und Deutschland

Nur noch wenige Tage bis zum Bibliothekartag in Nürnberg: Zwischen Pozega/Serbien und Flensburg/Deutschland gehen E-Mails hin und her. Es geht um Kinderrechte als verbindende und verbindliche Verpflichtung nahezu aller Länder der Erde. 1989 hatten die Vereinten Nationen mit dem Übereinkommen über die Rechte des Kindes erstmals ein Abkommen unterzeichnet*, das die internationale Anerkennung der Menschenrechte für Kinder festschreibt und verbindliche Mindeststandards zum Wohle der 0- bis 18jährigen definiert. Seither ist und bleibt die Konvention auch für Öffentliche Bibliotheken eine besondere Herausforderung, berührt sie doch in mehreren Punkten wesentliche Fragen der Mitbestimmung, der Bildungs- und Informationsbedürfnisse wie insgesamt des seelischen und körperlichen Wohlergehens von Kindern und Jugendlichen. Weiterlesen

Du gehörst dazu – Menschenrechtsbildung und Literatur

„Kinderbücher könnten ein gutes Medium sein, um auch mit jüngeren Kindern über menschenrechtliche Themen zu sprechen. Dies sei wichtig, da Menschenrechtsbildung bisher häufig erst Jugendliche ab 14 Jahren erreiche. Entscheidend seien hierbei geeignetes Material und eine entsprechende Sensibilisierung der pädagogischen Fachkräfte. Des Weiteren seien partizipative Elemente und Mehrperspektivität unverzichtbar für eine inklusive, diversitätssensible Menschenrechtsbildung.“

So lässt sich das Ergebnis eines Netzwerktreffens der Abteilung Menschenrechtsbildung des Deutschen Instituts für Menschenrechte im November 2014 zusammenfassen, bei dem es um Bilder und Bedeutung von Menschenrechten, Diversity und Inklusion in der (Kinder-)literatur ging.

Quelle: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/menschenrechtsbildung/veranstaltungen/veranstaltungsrueckblicke-2014.html Weiterlesen