Der Glückstopf. Eine Geschichte vom Warten, Wachsen und Wundern

Der “Weltgeschichtentag” und der “Internationale Tag des Glücks” fallen am 20. März auf einen Tag. Dazu wird an diesem Tag das altpersische Neujahrs- und Frühlingsfest Nouruz gefeiert und astronomisch beginnt der Frühling. Was liegt da näher, als an diesem Tag eine Geschichte zu erzählen, die vom Glück handelt und das Wachsen und Aufblühen in der Natur beschreibt, z.B. das Märchen vom “Glückstopf”:

Garten im Juni, Foto: S. Brandt

“…Und als die Sonnenstrahlen schon die ersten Zeichen des Frühlings in den Garten schickten, setzte sich die Frau vor die Tür auf eine Bank und schlief ein. Sie erwachte von einem süßen Duft, der ihr wie ein Wind um die Nase wehte: Da war sie von unzähligen Blumen umgeben, die ihren Garten in ein Blütenmeer verwandelt hatten. Die Würmer wühlten sich durch die Erde, um jeden Tag Neues daraus hervor wachsen zu lassen. Und über den Blumen tanzten Schmetterlinge, dass es eine Freude war, ihnen zuzusehen…”

c Kiga-Fachverlag

Eine komplette Nacherzählung mit methodisch ausgearbeiteten Ideen für die Kita-Praxis ist veröffentlicht in: Praxismappe “Dies und das…für Kinder ab 5 Jahren”, Kiga-Fachverlag, Bingen 2017

Wer kennt noch andere “Glücksgeschichten” oder “Frühlingsgeschichten”? Der 20. März ist ein guter Tag, um davon etwas zu erzählen!

“Am Faden eigener Gedanken spinnen”. Geschichten mit Kamishibai erzählen – und von Janusz Korczak lernen, Teil 2

“Immer, wenn du ein Buch aus der Hand legst und beginnst, den Faden eigener Gedanken zu spinnen, hat das Buch sein angestrebtes Ziel erreicht.” (Janusz Korczak)

aus: Lefin / Brandt / Nommensen: Der Sturm auf dem See

Mit Kamishibai auf Reisen gehen – das ist zu allererst ein Lernprozess. Denn aus jeder Begegnung, aus jeder Anregung, die sich durch Workshops immer wieder neu ergibt, stellen sich neue Fragen und Herausforderungen. Die Erwartungen sind verschieden und so müssen immer wieder neue Wege gesucht werden, um bei dem, was sich nicht eindeutig beantworten oder zeigen lässt, weiterzuhelfen und das eigene Ausprobieren anzuregen. Dass man dafür eine Menge bei Janusz Korczak lernen kann, habe ich bereits im vorangegangenen Beitrag zum Thema – am Anfang der Reise – zu beschreiben versucht. Seither wurde weiter an diesem Faden gesponnen. Und jetzt – in der Mitte der Reise – sind weitere Erfahrungen und Ideen hinzu gekommen. Was mir aufgefallen ist – bei mir selbst wie auch bei anderen: Manchmal scheint es schwer, sich wirklich mit einer Geschichte zu verbinden und daraus den Mut und die Fantasie zum lebendigen Erzählen zu entwickeln. Zwar ist es immer möglich, sich am Faden der Geschichte Bild für Bild entlang zu hangeln, aber irgendwie bleibt die Verbundenheit nur äußerlich. Weiterlesen

Zum “Erzähl-ein-Märchen-Tag”: Wie man sich mit dem Erzählen retten kann

Der Kleine Kalender verrät, dass am heutigen 26. Februar weltweit der “Erzähl-ein-Märchen-Tag” begangen wird. Und da ich diesen Regentag gerade nutze, um ein paar Erzähl-Seminare für die nächsten Monate vorzubereiten, greife ich in die dafür frisch erstellte Materialsammlung und fische einen passenden Text für diesen Tag heraus – ein Märchen zum Erzählen vom Erzählen…

Wie man sich mit dem Erzählen retten kann

Schon die Großeltern, Urgroßeltern und Ururgroßeltern wussten: Wenn Menschen allein oder mit anderen auf dem Feld oder im Wald übernachten, dann sollen sie einander Geschichten erzählen.

Foto: Susanne Brandt
Foto: Susanne Brandt

Ja, es ist sogar möglich, sich selbst eine Geschichte zu erzählen. Denn nur so kann man sicher sein, nicht für immer in die Fänge der Waldfrauen zu geraten. Es geht die Sage um, dass solche Waldfrauen die Menschen nachts auf falsche Wege locken. Und haben sie es geschafft, einen Menschen in ihre Hütte zu sperren, lassen sie ihn nie wieder laufen – es sei denn… Weiterlesen

Momentaufnahme: Was hat eine klingende Kugel mit Bibliothekspädagogik zu tun?

FullSizeRenderSie kann die Fantasie anregen. Sie kann Bilder wecken. Sie kann ein Gedicht begleiten. Sie kann mehrere Sinne ansprechen. Sie kann die Konzentration vertiefen….Sie kann am Anfang einer Kamishibai-Stunde ins Spiel kommen. Oder den Mittelpunkt einer selbst erdachten Geschichte bilden. Oder eine Bilderbuchgeschichte zum Schluss  abrunden.  Und: Sie passt in jede Hosentasche und ist daher immer und überall zur Hand.

Auch im Rucksack ist eine solche klingende Kugel mitgereist, als ich die vergangenen Tage mit dem Workshop „Geschichten zum Anfassen“ beim 3. Bibliothekspädagogischen Forum in Stuttgart wie auch beim  Kamishibai-Seminar für Lehrerinnen und Erzieherinnen in Ansbach (übrigens genau das 25. Seminar zu diesem Thema, das seit 2012 nun schon an 20 verschiedenen Orten stattgefunden hat) die vielfältigen Möglichkeiten des Erzählens mit Bildern und Dingen im Kreis von interessierten und fantasiebegabten Teilnehmerinnen anregen und austauschen konnte. Weiterlesen

Aus dem Buch gezaubert – Ideen für deutsch-arabische Märchenstunden

Aus dem Buch gezaubert

Das Holzbuch von Jugendlichen der Janusz-Korczak-Geschwisterbücherei – hier reich gespickt mit Ideen für das mehrsprachige Lesen und Erzählen…

Was heißt “Tisch” auf Arabisch? Oder “Bett” auf Deutsch? Was hat eine Feder damit zu tun? Und die Katze auf der Butterbrot-Tüte? Nicht aus dem Hut sondern aus dem Buch gezaubert werden am kommenden Freitag leicht umsetzbare Ideen mit ganz einfachen Materialien für deutsch-arabische Märchenstunden. Die Veranstaltung basiert auf Buchpaketen mit Kinderbüchern in arabischer Übersetzung, die vom Goethe-Institut in den vergangenen Monaten an viele Bibliotheken kostenlos weitergegeben werden konnten – verbunden mit einem Fortbildungsangebot, das die Arbeit mit diesem besonderen Buchgeschenk in der Praxis erleichtern soll und in Zusammenarbeit mit den dbv-Kommissionen Interkulturelle Bibliotheksarbeit und Kinder- und Jugendbibliothek in Berlin durchgeführt wird. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht: http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/veranstaltungen/WS_Einfach_Lesen_Programm_V4.pdf Weiterlesen