Kategorie: Orte und Landschaften in der Literatur

Sprache und Wahrnehmung der Welt um uns herum in einem lebendigen Wechselspiel – aus immer wieder neuen Perspektiven….

„Woher die Worte den Mut nehmen“ – Bibliotheksgedichte erzählen Bibliotheksgeschichte

Wer Bücher liebt und mit Bibliotheken vertraut ist, wird bei dieser Lyrik-Anthologie ins Staunen kommen: Was der Herausgeber Raymond Dittrich in dem neu erschienenen Auswahlband „Bibliotheken der Dichter“ an Bibliotheksgedichten aus vielen Jahrhunderten zusammengetragen und durch Register erschlossen hat, ist von einer so überraschenden Vielfalt geprägt, dass man sich gern darin „festliest“. Viele bekannte und einige

Waldworte des Tages: Hier wohnt die Zeit

Hier wohnt die Zeit. Es zieht sich eine Spur ganz langsam Stein für Stein durch diese Weite. Der Raum erschließt sich neu von jeder Seite. Und jeder Orgelton wird groß und streckt sich aus, verwandelt sanft die Schritte durch das Haus bis manche innehalten, ungeplant, in Bildern lesen, anders als geahnt. Und ohne Eile wird

Wochenendlektüre-Tipp: Deutschland, ein Wandermärchen

Die Idee der Autorin hat mir beim „ersten Anlesen“ sofort gefallen: Eine Frau, diplomierte Rezitatorin von Gedichten, begibt sich auf dem Fahrrad mit minimalem Gepäck und einem kleinen gelben „Gedichte-Koffer“ zwei Halbjahre lang auf eine Art „literarische Walz“ durch Deutschland. Für Kost und Logis hat sie eine besondere Handwerkskunst zu bieten: das Rezitieren von Gedichten.

„Wach sein und den Stimmen lauschen“. Eine Norwegen-Entdeckung

„Wach sein und den Stimmen lauschen – das ist das Geheimnis beim Dichten“ (Olav H. Hauge) Auch wenn ich nicht (nur) zum Dichten nach Norwegen gekommen bin – die Stimmen, die einem hier begegnen, der Vogelgesang und das Gletschergrollen, das Knirschen von Geröll unter den Füßen beim Wandern und nahezu überall das Rauschen von Wasserfällen,

Sonntagsmomente: Luftverbunden

Luftverbunden mit surrenden Schwingen suchen die Gänse das Weite im Wind, lösen sich langsam vom sicheren Land, formen gemeinsam ein tanzendes Band, lassen sich nieder, erheben sich wieder – ein Kommen und Gehn. Staunende werden offene Bilder am Himmel sehn. Susanne Brandt