Kategorie: Aus der Praxis: Lyrik & Freiluftpoesie

Hier geht es um Gedichte in und aus meinem Lebensumfeld – aber auch um vielfältige Erfahrungen mit Literatur und Klang in verschiedenen Sprachen der Welt

„Nur Sehnsucht kann ich geben“. Annäherung an Janusz Korczak

Er war Kinderarzt, Reformpädagoge, Literat, Heimleiter, Hausvater, Mitarbeiter beim polnischen Rundfunk. Ein Fragender und (Be)Schreibender mit intensiver Beobachtungsgabe und Einfühlung, besonders für die Entwicklung und Lebendigkeit von Menschen in allen Phasen ihres Wachsens. Im August 1942 wurde er zusammen mit seiner engsten Mitstreiterin Stefania Wilczynska, weiteren Mitarbeitern und über 200 Kindern  nach Treblinka deportiert und

„Das Dichten hab ich beim Gehen gelernt“ – wieder #frohzufuß zu den Aktionstagen

Bereits zu den Aktionstagen Nachhaltigkeit 2020 habe ich dazu eingeladen: Probiert es aus, das Zufußgehen! Nicht allein als willkommener Bewegungsausgleich nach den starren Stunden im Homeoffice, sondern als eine Haltung, als ein Bewusstsein für den aufrechten Gang und eine Erfahrung von Rhythmus. Auch in diesem Jahr also zählt #frohzufuss  zu den Impulsen im Rahmen der

Von Knotenschnüren und Bilderwelten – Erkundungen im Poetischen

Einmal im Jahr gönne ich mir eine Tagungswoche, um das intensiver tun und verfeinern zu können, was sonst in meinem Alltag oft nur zu den Randzeiten, beim Bahnfahren oder Laufen stattfinden kann: Erkundungen im Poetischen. Ich tue das seit 30 Jahren im September und ich erlebe das nicht allein, sondern gemeinsam mit vielen vertrauten Menschen

Sonntagsmomente: September

Der Sommer lädt zum Fest, bevor er geht, stellt Leitern auf für die, die sich ins Blaue träumen, legt frischen Tau auf Bänke unter Apfelbäumen und schenkt verschwenderisch viel Sonne aus.   Da sitzen Menschen lange noch vorm Haus und saugen tief, ganz tief die Wärme ein.   Sie wird im Winter  tief, ganz tief ein

#sommerzeitworte: weitersehen

Weitersehen   Manchmal stelle ich mir vor, in ein fremdes Haus zu ziehen,   überlege, wie das wohl wäre: Platz zu nehmen an einem Tisch, wo so viele schon saßen, beim Blick durchs Fenster zu ahnen,  was alles schon da war, als andere schauten, was werden könnte, wenn andere kommen,   um heute anders weiterzusehen.