Sonntagsmomente: Können Freude und Lachen an jedem Tisch sein?

aus: Wie entsteht eigentlich die Zukunft? www.bilingual-picturebooks.org

Welche Fragen sind Kindern wichtig, wenn sie über die Welt und die Zukunft nachdenken? 17 Beispiele aus einer Fülle von über 80 Rückmeldungen im Rahmen des Workshops “Mit dem Staunen fängt es an” haben Jugendliche bei den Bücherpiraten e.V. in Lübeck jetzt zu einem digitalen Bilderbuch verarbeitet. Möglich gemacht wurde der Workshop durch eine Kooperation mit der Büchereizentrale Schleswig Holstein und einer Förderung des Fonds Nachhaltigkeitskultur.

Eines meiner persönlichen Lieblingsbilder gehört zu der Frage:

“Können Freude und Lachen an jedem Tisch sein?”

Welche Antworten lassen sich auf der ganzen Welt dazu finden? Eines von vielen Beispielen – folgende Geschichte:

Das große Tischtuch. Eine persische Weisheitsgeschichte

“Der kleine Häwelmann” – jetzt in Mini- und Maxi-Format zum Vorlesen

Aus: Der kleine Häwelmann / Foto: Susanne Brandt

Wie kommt der “kleine Häwelmann” am Ende aufs Boot? (Nicht nur) Kinder, Eltern und Großeltern rund um die Storm-Stadt Husum können das alte Märchen vom “Kleinen Häwelmann” nun mit Kamishibai wie auch als Mini-Bilderbuch in einer behutsam von mir bearbeiteten Fassung neu erleben. Dabei fließen Erfahrungen aus dem lebendigen Erzählen mit Kindern ein, wenn ein kleiner Vers zum Mitsprechen die Geschichte begleitet und zum Schluss alle Kinder an der Rettung des reiselustigen Kindes teilhaben. Für kleine und große Mondgucker und Träumer ab sofort über jede Buchhandlung zu beziehen – und im Miniformat auch gut als Mitbringsel aus Nordfriesland geeignet.

Hinaus in die Weite – die Faszination der Meere und Ozeane in Kindersachbüchern

Mit seiner Blogparade (Laufzeit: 20. Juni bis 25. Juli 2018) lädt das Deutsche Historische Museum anlässlich der Ausstellung „Europa und das Meer“ unter dem Hashtag ‪#DHMMeer dazu ein, in Blogbeiträgen persönliche Beziehungen zum Meer in ihrer ganzen Vielfalt zu beschreiben. Geographisch gesehen ist Europa ein maritimer Kontinent: Keiner der anderen Erdteile hat mehr Berührungspunkte mit dem Meer gemessen an Küstenlänge und Gesamtgröße. Wie also erleben wir diese Berührung mit dem Meer – mittelbar oder unmittelbar? Und welche Rolle spielen Bücher vom Meer also Vermittler dabei?  #DHMMeer steht für eine kulturhistorische Betrachtung der Bedeutung des Meeres für Europa: Tourismus und Nachhaltigkeit, Ressource und Umweltverschmutzung, Handel und Expansion. Aber auch der Import von exotischen Lebensmitteln, Stoffen und Porzellan hängt eng mit dem Meer zusammen. Die Malerei, die Literatur und alle anderen Künste hat das Meer inspiriert.

Als Beitrag dazu: eine Reise über die Meere und Ozeane, wie sie uns in Kinder(sach)büchern begegnen. Und die beginnt dort wo ich lebe – in Flensburg.

Noch mehr zum Thema Meer: http://waldworte.eu/category/von-muscheln-und-meer/

Foto: Susanne Brandt

An der Flensburger Förde erzählt man sich die Sage, dass einst Dr. Faustus und Nis Puk (eine Sagengestalt aus der deutsch-dänischen Grenzregion) in einem gläsernen Unterwasser-Boot den Meeresboden der Ostsee erkundet haben, um alles, was sich dort entdecken lässt, mit Seekarten festzuhalten und zu beschreiben. Die Sage hat vermutlich ihren Ursprung in der finnischen Dr. Faust-Tradition, die von eben solchen Unterwasserexpeditionen als Vorstoß in unbekannte Welten erzählt. Entstanden ist sie weit vor der Zeit der ersten funktionstüchtigen U-Boote und verlässlichen Karten vom Meeresgrund (vgl. „Flaschenpost von Puk“, Flensburg 2014).

Was daran wie an vielen anderen fiktionalen Unterwasserphantasien deutlich wird:  Das Meer mit seinen verborgenen Tiefen war von je her eine Region der Sehnsucht und der Suche nach Erkenntnis, hat immer schon die Phantasie beflügelt und Eingang gefunden in unzählige Sagen und Mythen aller Kulturen und Religionen der Welt.

Was heißt das heute speziell für die Frage nach Themen und Typen in geographischen Sachbüchern über Meere und Ozeane für Kinder und Jugendliche? Weiterlesen

Buch-Tipp des Tages: Schalom – Salaam. Eine interreligiöse Friedensgeschichte

aus: Jaffa und Fatima, Ariella-Verlag, 2018 / Foto: Susanne Brandt

Es gibt im Miteinander der Menschen und Religionen Dinge, die lassen sich besser erzählen als erklären. Inspiriert von einem Volksmärchen, das sowohl jüdischer als auch arabischer Herkunft ist und im Ursprung eigentlich von zwei Brüdern handelt, wird hier die Geschichte einer friedlichen Begegnung und gegenseitigen Fürsorge mit zwei Freundinnen neu entfaltet: Jaffa und Fatima – die eine Jüdin, die andere Muslima – leben auf benachbarten Dattelfarmen. Als eine Trockenzeit die Ernte beeinträchtigt, machen sich die beiden Frauen nicht nur um ihr eigenes Wohl Gedanken, sondern sorgen auch für das Auskommen der anderen. Weiterlesen

Buch-Tipp des Tages: Wie wir durchs Leben gehen…

copyright: Verlag Kein & Aber

Niemand ist für dieses Buch zu alt. Oder zu jung? Schon Kinder ab 4 können sich in einzelnen Szenen wiederfinden. Und alle anderen auch! In 100 kleineren und größeren Lektionen geht es um Dinge, die Menschen im Laufe des Lebens lernen. Dabei kommt niemand um die großen Fragen des Lebens herum: Liebe und Tod, Freundschaft und Glück, Angst und Schmerz, Hoffnung und Träume.

Man kann sich Seite für Seite chronologisch durch das Buch bewegen – aber immer wieder auch zurückblättern. Man kann philosophieren, fantasieren und miteinander ins Gespräch kommen: über den ersten Purzelbaum oder die erste Tasse Kaffee, über die Angst, etwas zu verpassen oder die Zufriedenheit mit dem, was da ist. Schließlich geht es im hohen Alter um die Kostbarkeit einzelner Stunden, aber auch um den Schmerz,  Dinge zu verlernen. Und die Angst vor dem Tod? Vielleicht geht sie dann auch auf leisen Sohlen irgendwann davon. Weiterlesen