Vom Lächeln der Dinge. Eine Erinnerung an Erwin Moser

Ill. Erwin Moser, aus: Das Haus auf dem fliegenden Felsen, Beltz Verlag

Er hat das Lächeln in den Steinen entdeckt. Oder er wusste davon zu erzählen, warum die Scheune – mit so manchen Spuren und Verletzungen eines langen Lebens – dennoch so freundlich in die Welt schaute. Nein: gerade deshalb! Die Philosophie seiner fantasievollen Bilderwelten und literarischen Miniaturen steckt voller Ermutigungen – ohne die mühsamen Seiten des Lebens zu beschönigen. Am 12. Oktober ist der österreichische Kinderbuchautor Erwin Moser nach langer Krankheit im Alter von 63 Jahren gestorben.

Eines seiner Bücher, das ich besonders liebe, stammt aus dem Jahr 1981: „Das Haus auf dem fliegenden Felsen“. Es enthält 40 Bilder und kleine Geschichten zum Betrachten und Weitererzählen. Weiterlesen

Für die Apfelzeit: Die Geschichte vom hüpfenden Apfel

Seit einiger Zeit gibt es ein vielseitig einsetzbares neues Element für das lebendig Erzählen beim Don Bosco Verlag: die Erzählschiene, entwickelte von Gabi Scherzer. Einfach in der Handhabung und leicht zu transportieren, kann sie überall dort zum Einsatz kommen, wo man das Erzählen mit einer einfachen Form des Papiertheaters verbinden möchte.

„Die Geschichte vom hüpfenden Apfel“ – gespielt mit Erzählschiene und Kamishibai / Foto: Susanne Brandt

Das Spielbrett mit Halterillen für die ausgeschnittenen Pappfiguren steht dabei einfach auf den Knien oder kann auch mit dem Kamishibai als Kulisse kombiniert werden. Viele kreative Beteiligungsmöglichkeiten für die Kinder bei der Gestaltung von Figuren und Kulissen ergeben sich dabei. Sofort loslegen kann man aber auch mit den erhältlichen Vorlagen für Figuren zu bestimmten Geschichten. Weiterlesen

Viele, viele Steine – Steinbilder legen und besingen

Steine lassen sich fast überall finden. Am Schönsten glitzern sie am Meer. Es gibt Bilderbücher, die passen prima dazu, z.B. „Tanzen können auch die Steine“. Und es gibt eine einfache Melodie, mit der sich die Bilder, die draußen oder drinnen mit Steinen entstehen können, besingen lassen. Alles, was man dafür braucht, passt in einen Rucksack – oder kann spontan in der Natur gesammelt werden: https://www.mein-kamishibai.de/viele-viele-steine

Meine erste Liebe – eine Erinnerung zum „Tag der Buchliebhaber“

Tag der Buchliebhaber – so wird der 9. August alljährlich in aller Welt genannt und gefeiert, indem man sich einfach mal wieder Zeit und Muße für ein besonderes Buch gönnt. Ganz im Sinne von Hermann Hesse, der treffend beschrieb: „Es ist mit dem Lesen wie mit jedem anderen Genusse: Er wird stets desto tiefer und nachhaltiger sein, je inniger und liebevoller wir uns ihm hingeben.“

Ich mache aus diesem Anlass heute etwas früher Feierabend. Das mag seltsam anmuten, da ich doch im Lektorat jeden Tag von Büchern umgeben bin. Aber das hat leider nicht immer was mit Liebhaberei zu tun – eher mit Bewerten und Einordnen, mit Kalkulation und Abnahmestatistik. Letztere hat den Charme eines Liebestöters.

Am „Tag der Buchliebhaber“ geht es um etwas anderes. Ich muss es bei mir zu Hause suchen, in jenem Regal mit den „alten Schätzen“. Es geht um die „erste Liebe“, die wie jede erste Liebe etwas Irrationales, nicht Erklärbares in sich trägt. Die erste Liebe in meinem Bücherschrank heißt „Großvater Rotbart“ und wurde von Eva Scherbarth auf die Welt gebracht – ihr Erstgeborenes, wie ich später recherchieren konnte. Geburtsjahr 1968. Weiterlesen

Praxis-Tipp: Geschichten erfinden mit der „Story Box“

Story Box, Foto: Susanne Brandt

In Schweden entdeckt – dabei kommt sie eigentlich aus England und kann sprachunabhängig überall in der Welt kreativ zum Einsatz kommen: Die „Story Box“! Diese besteht aus insgesamt 40 textfreien Bildszenen auf 20 beidseitig bedruckten großen stabilen Puzzleteilen. 2 Szenen werden als Anfang vorgeschlagen, 6 verschiedene Szenen könnten auf ganz unterschiedliche Weise ein Ende beschreiben – dazwischen bleibt alles der freien Fantasie überlassen. Vom Anfang bis zum Ende lässt sich eine immer wieder andere Auswahl von vielleicht 5 bis 8 Bildkarten mit wiederkehrenden Figuren beliebig aneinanderfügen – so, dass sich am Ende eine Geschichte dazu erzählen lässt. Eine wunderbare Beschäftigung für Jung und Alt – gut einsetzbar in Grundschulen, in Bibliotheken oder einfach in der Familie. Da passt der handliche Karton zum Beispiel auch  ins Reisegepäck für Urlaubs-Regentage. Weiterlesen