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Schlagwort: Gehen

Von Wegen und Worten

Von Wegen und Worten

Das Dichten hab ich beim Gehen gelernt mit offenen Sinnen: Hier sehe ich dies, dort höre ich das, dazwischen bleibt Luft zum Spinnen am zarten Faden aus Bild und Klang.   Zuerst sind die Wortfasern viel zu lang. Dann aber schleicht sich ein Rhythmus ein mit jedem Schritt.   Und wenn sich der Faden zur Saite spannt, ein Lied anstimmt, tanze ich mit.   Text und Foto: Susanne Brandt Quelle zum Kunstwerk; „Balance on a tight rope“  von Richard Brixel…

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Was beim Gehen geschieht – zwei Buch-Tipps

Was beim Gehen geschieht – zwei Buch-Tipps

“Beim Gehen in der freier Landschaft verflechten sich objektive und subjektive Realität auf eine ungewohnte Art. Die “Pforten der Wahrnehmung” öffnen sich für die Gesamtheit der Erscheinungen. Man betritt eine Region, die höher ist als der Alltag. Dort angekommen, hat man die Freiheit zu pendeln: zwischen Phasen weitgehender Konzentration auf den Fluss des inneren Erlebens, Phasen großer Durchlässigkeit für alle Reize, Empfindungen und Ereignisse, die von außen einströmen, und Phasen völliger Geistesgegenwart, in denen sich alle Aufmerksamkeit auf den nächsten…

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Sonntagsmomente: Schaut hin

Sonntagsmomente: Schaut hin

„Wir bleiben zuhause“ –  ich gebe zu, dass es mir nicht leicht fällt, mich mit voller Überzeugung hinter dieses Bekenntnis zu stellen, auch wenn ich die damit verbundene Schutzwirkung in der momentanen Situation für wichtig und richtig halte. Rückzug aufs Sofa, um andere zu schützen – das leuchtet ein, das braucht vermutlich diese klare öffentliche Ansage. Und bei Quarantäne oder einer festgestellten Infizierung gibt es da für mich auch überhaupt nichts zu diskutieren. Davon abgesehen löst der Satz in mir…

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Stadtspaziergänge: Knoten lösen

Stadtspaziergänge: Knoten lösen

Schwer zu sagen, was aus den Wolken wird. Der Blick zum Himmel gehört zum Morgen wie der Becher Tee und die Frage: Sandalen oder feste Schuhe? Heute fällt die Entscheidung an der Haustür schnell. Ich bin spät dran und stapfe zügig die Straße bergauf. Oben an der Ecke begegnet mir bereits der alte  Mann mit dem Dackel. Sonst treffe ich ihn immer erst einige hundert Meter weiter vor der Tür des Bäckerladens. Auf seine Pünktlichkeit ist Verlass. Auf meine nicht…

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Waldworte des Tages: Spaziertanz am Meer

Waldworte des Tages: Spaziertanz am Meer

Das Dichten hab ich beim Gehen gelernt mit offenen Sinnen:   Hier sehe ich dies, dort höre ich das, dazwischen bleibt Luft zum Spinnen am zarten Faden aus Bild und Klang.   Zuerst sind die Wortfasern viel zu lang.   Dann aber schleicht sich ein Rhythmus ein mit jedem Schritt.   Und wenn sich der Faden zur Saite spannt, ein Lied anstimmt, tanze ich mit.   Susanne Brandt