Kategorie: Aus der Praxis: Lyrik & Freiluftpoesie

Hier geht es um Gedichte in und aus meinem Lebensumfeld – aber auch um vielfältige Erfahrungen mit Literatur und Klang in verschiedenen Sprachen der Welt

Waldworte des Tages: Die Baumstämme werden wie Menschen jetzt warm

Die Baumstämme werden wie Menschen jetzt warm, Sie nehmen den Sonnenschein gern in den Arm. Der Schnee rund um den Stamm entweicht, Soweit des Baumes Wurzel reicht. Die Schneeglocken hocken da rund in Scharen Begrüßt von den Staren. Auf graslosem Boden blaß Keim bei Keim, Beim fahlen Baum duftet’s nach Honigseim, Es duftet nach Liebe,

Rainer Maria Rilke: „Waldworte“ & Veranstaltungs-Tipp

Bist du so müd? Ich will dich leise leiten aus diesem Lärm, der längst auch mich verdroß. Wir werden wund im Zwange dieser Zeiten. Schau, hinterm Wald, in dem wir schauernd schreiten, harrt schon der Abend wie ein helles Schloß.Komm du mit mir. Es soll kein Morgen wissen, und deiner Schönheit lauscht kein Licht im

Das Waldlied der „Bücherei-Kinder“ von Ihrhove

Zwölf Kinder im Alter zwischen 4 und 9 Jahren haben bei der „Geschichtenzeit“ am 31. Januar in der Bücherei Ihrhove mit der Fiedelgrille von Janosch eine Phantasiereise in den Wald unternommen uns sich dabei allerlei Dinge vorgestellt, die es dort zu entdecken gibt. Und weil das bei einer Fiedelgrille natürlich nicht ohne Musik geht, haben wir

Waldworte des Tages: Der Vollmond steigt

Der Vollmond steigt, und alle Häuser werden klein, Der grüne Fluß steht lautlos wie versumpft, Der blaue große ferne Wald schrumpft ein. Der Mond wächst wie ein Goldberg breit allein. Der Tagesstaub liegt abgestumpft im Grase, Fiel in die Gärten, in die Nesseln grau hinein. Noch immer eilt zum Meilenstein die Straße Und zieht die