Kategorie: Aus der Praxis: Lyrik & Freiluftpoesie

Hier geht es um Gedichte in und aus meinem Lebensumfeld – aber auch um vielfältige Erfahrungen mit Literatur und Klang in verschiedenen Sprachen der Welt

Föhrer Inselzeiten: Niemals zu haben

Das Sandkorn, die Welle, der Grashalm, das Blatt – die Winzigen wirken im weiten Blick so lebendig verbunden, berühren, bewegen, verwandeln und wachsen, sind nie ganz verfügbar in Mangel und Fülle, sind niemals zu haben, sind Werden und Sein.   Susanne Brandt

Föhrer Inselzeiten: Bei den Wildrosen

Das leuchtende Rosengallwespen-Haus sieht wie ein gemütliches  Kuschelnest aus.   Was wohl in den Zimmern im Innern geschieht? Da futtern die Larven  mit viel Appetit.    Erst nach dem Winter  schlüpfen sie aus, verlassen mit Flügeln das schützende Haus.   Das schmückt dann den Busch  und erinnert daran, wie weise sich alles entwickeln kann.  

Sonntagsmomente: Tiny House für Marienkäfer

Nichts gegen selbstgebaute Insektenhotels – aber mal ehrlich: Eigentlich könnte es vor unserer Haustür „einfach so“ eine große Vielfalt an passenden Schlupfwinkeln, Höhlen, Nestern und Hohlräumen für Insekten geben, solange in Parks, Gärten und städtischen Grünanlagen, in Knicks und Blühstreifen am Feldrand nicht zu gründlich aufgeräumt oder gar chemisch gespritzt wird. Dazu bleiben hohle Bäume

Tschechien „Arche im Waldmeer“ – Gedanken an Milena

Die Journalistin Milena Jesenskà (1896-1944) gehört für mich zu den bemerkenswertesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts – nicht nur als Freundin Kafkas, wie sie gern dargestellt wird. Ein Besuch in Prag heißt für mich auch: sich vorzustellen, wie und wo sie sich hier bewegt und engagiert hat. Aus verschiedenen Recherchen weiß ich, dass sie ausgedehnte Spaziergänge