Kategorie: Reisetagebuch Föhrer Inselzeiten

Literarisches Tagebuch zu den vier Jahreszeiten einer Nordseeinsel mit Texten, die ab Winter 2018 bei Schreib- und Wanderzeiten auf Föhr entstanden sind.

Sonntagsmomente: Leichtes und Schweres

Es ist ein Geschenk, zwischen den Meeren zu leben. Der Alltag, das Leichte wie das Schwere, finden hier einen besonderen Raum. Jetzt im Sommer erweitert sich die Landschaft um mich herum an den Wochenenden manchmal bis hin zum Wattenmeer. Ich kann mir kaum eine andere Region vorstellen, in der die immerwährende Verbundenheit mit dem Wechsel

Föhrer Inselzeiten: Sie wuchert am Wegrand…

Sie wuchert am Wegrand – die Gänsedistel, trinkt sich satt an der Sonne und verschenkt dann ihr Licht ohne Dornen,  so sanft, dass dichte Wolken ins Staunen kommen und dünnhäutig werden.   Susanne Brandt

Föhrer Inselzeiten: Salziges Blau

Wer könnte sammeln das salzige Blau und das Wolkenwehen   kein Gefäß keine Hand kein Gedanke nichts wäre so groß zu fassen all das   am Wegrand aber bleibt ein Blühen  offen für Einfälle vom Himmel   Susanne Brandt  

Föhrer Inselzeiten: Zerzauste Bäume

Zerzauste Bäume wissen von dem Wind, der unermüdlich durchs Geflecht der Äste fegt, bis sich die Krone elegant zur Seite legt, das Tanzen lernt, zu eignen Formen findet, mit Himmel und mit Erde sich verbindet, auch in der Stille noch die Spur des Sturmes trägt, von Widerstand und Zuneigung geprägt.   Susanne Brandt

Föhrer Inselzeiten: Juli

Die Schwalben schlagen kühne Kapriolen und Austernfischer werfen ihren Schrei weit übers Feld und hoch zum blauen Himmel, die Wolken ziehen ungerührt vorbei, verwandeln ihre Formen in der Schwebe, verbinden sich, verwehen nach und nach. Der Wind vom Meer tanzt durch die Traumgebilde und hält die Lust am Fabulieren wach. Susanne Brandt