Schlagwort: Poesie

Wir sind von Klang umgeben. Gedanken zu Ernesto Cardenal

Wir sind von Klang umgeben. Alles, was ist, durch seinen Rhythmus vereint. Kosmischer Jazz, nicht chaotisch und nicht kakophonisch. Harmonisch. … Alles singt. Die Dinge, nicht aus Berechnung erschaffen, sondern aus Poesie. Vom Poeten („Schöpfer“ = Poietes), Schöpfer der Poiema. Mit endlichen Worten unendlicher Sinn.   Aus: Ernesto Cardenal: Gesänge des Universums, Wuppertal 1995, S.

Im Zeichen der Flucht: Hoffnung trotz allem

Manchmal wird aus Alltagseindrücken ein Gedanke, der mich lange beschäftigt. Manchmal finden solche Gedanken eine poetische Form. Immer ringe ich dabei mit einzelnen Worten: Kann man überhaupt noch Worte wie „Hoffnung“ oder „Mut“ benutzen? Sind die nicht viel zu groß für ein kleines Gedicht? Erklärungsbedürftig? Zu Floskeln verkommen? Eine Schönfärberei für die Härte der bitteren

Vom Werden auf Erden – Orgelmusik und Texte im Friesendom

Eli, Eli – es möge endlos sein: der Sand und das Meer, das Rauschen des Wassers, ein Funke des Himmels, verströmendes Licht. Lass endlos sein das Beten der Menschen, die Stimmen, die Stille, ein Klingen vor dir. Text (im Original Hebräisch): Hannah Szenes (1921-1944) Deutsche Nachdichtung: Susanne Brandt Melodie: David Zehavi  / (aus: Kirchentagsliederheft FreiTöne, 2017)

Auf den Spuren von Eva Strittmatter in Brandenburg

„Vom Schreiben Natürlich könnte ich Auch komplizierter schreiben Und könnte Dichtung als Geheimmagie betreiben. Ich könnte Chiffren erfinden, Die nur fünf Leute verstehn, Und die andern wären die Blinden, Wir sechs allein könnten sehn…“ So schrieb die Dichterin Eva Strittmatter einst über das Schreiben. Das Gedicht gehörte zu den Texten, die am Samstag bei der