Schlagwort: Gedicht

Ein Spaziergang mit Hans Christian Andersen als Adventskalender

„Oft, wenn ich durch die Straßen der Stadt gehe, kommt es mir vor, als ginge ich durch eine große Bibliothek; die Häuser sind die Bücherregale, jede Etage ein Brett mit Büchern. Hier steht eine Alltagsgeschichte, dort eine gute alte Komödie…“ (aus H.C. Andersen: Tante Zahnweh) Das Bild des „Stadtspaziergängers“ Hans Christian Andersens, der hinter den

Waldworte des Tages: Stille Verwandlung

Stille Verwandlung Auch wenn ich nicht alles verstehe – ich denke und suche und sehe: Die leuchtende Blüte, die dunkle Erde, das tote Blatt. Ganz still muss es sein. Dann höre ich manchmal, was Dinge erzählen. Weil alles eine Geschichte hat. Susanne Brandt. Aus: Was macht das Licht den ganzen Tag?

Pfingsten: „…und erkennt Bruder und Schwester und singt“

  Die Engel unsrer Mütter sind auf die Straße gestiegen. Das Raufherz der Väter stiller schlägt. Feurige Zungen fliegen oder sind wie Kränze auf Stirnen gelegt. Gehör und Gesicht kennen keine Grenze, wir sprechen mit Mensch und Tier. Was unser Blick trifft, antwortet: „Wir“. Die Kiesel am Weg sind schallende Lieder, jeder Pulsschlag kommt von weither wieder,