Kategorie: Froh zu Fuß – Impressionen am Wegrand

#frohzufuss – das hat etwas mit Haltung zu tun. Der aufrechte Gang schenkt die Möglichkeit, den Alltag intensiver zu erleben. Bilder und Begegnungen, Gedanken und Texte begleiten diese tägliche Erfahrung und bringen mich als Freiluftpoetin immer wieder auf neue Ideen…

Nature Journaling & Erd-Charta: Mit Skizzen und poetischen Notizen durch das Jahr

Kleine Wegrand-Skizzen zu Entdeckungen in der Natur, dazu poetische Momentaufnahmen in haikuartiger Verknappung, ein paar naturkundliche Daten und Fragen, die sich zur Beobachtung ergeben – so oder auch ganz anders können Eintragungen im Nature Journaling Heft aussehen. Die Gestaltungsspielräume sind groß und richten sich danach, auf welche Weise jede und jeder die Aufmerksamkeit und Sensibilität

„Nicht aus Berechnung erschaffen, sondern aus Poesie“ (Ernesto Cardenal)

Ich stehe auf der Achalm und schaue über die Schwäbische Alb. Eine Rose wächst ins Bild, schreibt etwas in den Himmel: von Zartheit und Duft, vom langem Atem des Blühens mitten im November, vom lebendigen Mut und von stiller Demut inmitten aller Unwegbarkeiten und Fragen, die seit Tagen meine Begleiterinnen sind. Meine Gedanken gehen zurück.

Spindelstrauch oder Rotkehlchenbrot – Geschichten entdecken hinter alten Namen

Im Sommer 2021 habe ich erstmals probiert und entdeckt, wieviel Naturkunde und Sprachspiel in alten Namen von allerlei Gewächsen stecken. Eine Fundgrube für poetische Miniaturen – wie in dieser sommerlichen Sammlung: Wie-wilde-Gewaechse-aus-winzigen-Samen Jetzt – im Herbst 2023 – wurde ich bei einem Nieselregenspaziergang wieder dazu angeregt: Spindelstrauch oder Rotkehlchenbrot – vieles erzählen die alten Namen: 

Im Herbstgrau: Hoffnungsgrün durch Lebensgeflechte

Bald wird es winterlich. Der Herbststurm hat einen großen Teil der Blätter früh von den Bäumen gerissen. Letzte Blüten im Garten verwelken und was noch bleibt, sind krautige Nester aus Gestrüpp – gut für die Tiere, die Schutz vor der Kälte suche. Hier oben im dünn besiedelsten Norden Dänemarks fällt noch etwas anderes ins Auge:

Nature Journaling: Schwarz-weißes Gewimmel mit molligen Gästen

Krähen mögen sie, Möwen mögen sie und Eiderenten mögen sie ganz besonders gern: Miesmuscheln! Die fallen an der Flensburger Förde sonst höchstens als schillernde Schalen am Strand auf. Durch den Sturm aber wurde das Wasser vom Ufer weggedrückt. Ein regelrechter Miesmuschelteppich am Meeresboden ist dort ans Licht gekommen – wie ein reich gedeckter Tisch für