Kategorie: Aus der Praxis: Erzählkultur, Poesie und Geschichten

Erzählen im Sommer I: Muschelgetuschel

Die Sommer-Erzähl-Saison hat begonnen: Ob mit oder ohne Kamishibai, drinnen oder draußen – die wärmere Jahreszeit mit ihren vielfältigen Erfahrungsmöglichkeiten in der Natur bietet in besonderer Weise die Chance, spannende Geschichten, Fantasie, Sachwissen, Wahrnehmungen und Experimente spielerisch miteinander zu verbinden. Das geschieht bei mir oft in einer sehr offenen Situation, die immer mit einer gewissen

Tschechien „Arche im Waldmeer“ – Musik im Freien

In Südböhmen unterwegs zu sein heißt auch: mit Tönen und Klängen reisen. Das beginnt bei den Stimmen in der Natur: Froschkonzerte in den Teichen und besonders das Zwitschern der zahlreichen Schwalben begleiten uns von Ort zu Ort, im Wald und am Flussufer. Bemerkenswert: In České Budějovice lädt ein Spielplatz unter Bäumen schon die Jüngsten dazu

International Nature Journaling Week 2023: Ulmensamen lieben & Schnittlauchblüten genießen

Ulmensamen? Wenn die im Sommer durchs Fenster wehen und sich in alle Ecken des Hauses verkrümeln, war das für mich bislang eher ein Fall für den Staubsauger. Jetzt ist das anders. Seit ich versucht habe, ihre filigrane Struktur zu zeichnen, bringen sie mich erstmal zum Staunen – diese zarten Flugkünstler mit dem Potential für einen

Kulturelle Erzählweisen und Nachhaltigkeit? Ein Türöffner…

Im Diskurs um BNE und Nachhaltigkeit kommt ein Schlüsselbegriff früher oder später mit ins Spiel: die Vorstellungskraft. Neurowissenschaftlerinnen und Klimaforscher, Bildungsexpertinnen und Kulturschaffende wissen und erzählen davon, wenn auch mit unterschiedlichen Akzenten. Vorstellungskraft gehört zum Bildungsansatz „Futures Literacy“ (UNESCO) und zum „dynamischen Denken“, wie Maren Urner es als Neurowissenschaftlerin erläutert. „Es ist von größter Wichtigkeit,

Nature Journaling: Spuren lesen

Heute am Strand: In einigen Abschnitten am Flutsaum bei Ebbe fallen mir verschlungene Zeichnungen auf den Steinen auf – wie mit einem feinen Pinsel und weißer Aquarellfarbe gemalt. Mit dem Finger lassen sich die Linien leicht abwischen. Ich tippe auf salzhaltige Absonderungen, die Strandschnecken oder Wattwürmer bei ihrem Kriechweg auf den Steinen hinterlassen haben. Mir