Hier werden Reiseimpressionen, Erfahrungen, musikalische, literarische und philosophische Beiträge vom Unterwegssein in kleinen Zyklen vorgestellt – darunter vieles, was in verschiedenen Landschaften Europas gezielt erkundet und entfaltet wurde, um damit die Ideen für die Praxis zu erweitern.
Auf dem Weg in den Tag dieser eine Moment der geschieht sich entzieht nie ganz zu begreifen ein Blick in den Himmel ein stiller Gedanke noch leicht genug ins Freie zu schweifen Susanne Brandt
Er war Kinderarzt, Reformpädagoge, Literat, Heimleiter, Hausvater, Mitarbeiter beim polnischen Rundfunk. Ein Fragender und (Be)Schreibender mit intensiver Beobachtungsgabe und Einfühlung, besonders für die Entwicklung und Lebendigkeit von Menschen in allen Phasen ihres Wachsens. Im August 1942 wurde er zusammen mit seiner engsten Mitstreiterin Stefania Wilczynska, weiteren Mitarbeitern und über 200 Kindern nach Treblinka deportiert und
Weitersehen Manchmal stelle ich mir vor, in ein fremdes Haus zu ziehen, überlege, wie das wohl wäre: Platz zu nehmen an einem Tisch, wo so viele schon saßen, beim Blick durchs Fenster zu ahnen, was alles schon da war, als andere schauten, was werden könnte, wenn andere kommen, um heute anders weiterzusehen.
Blühen Drei Schritte durchs Tor – und die Stadt bleibt zurück. Der alte Garten ist Apfelbaumland und Schmetterlingsbleibe und Schwalbenpension. Hier blühen Astern aus Tradition in vielen Familien mit reichlich Besuch. Die Zeit hält inne: ein Tee, ein Buch… Gedanken schwärmen so sommerleicht aus und kehren verwandelt zurück nach Haus.
Leuchten Er schenkt den Farben warmes Licht im Freien. Ein Augenblick – und alles ist schon da: das Meeresblau mit Dunst am frühen Morgen, die Steppe, leuchtend gold zur Abendzeit. Hier draußen werden Bilder tief und weit, erzählen, was mit Worten kaum gelingt. Und manchmal hör ich, wie die Landschaft singt.