Hier werden Reiseimpressionen, Erfahrungen, musikalische, literarische und philosophische Beiträge vom Unterwegssein in kleinen Zyklen vorgestellt – darunter vieles, was in verschiedenen Landschaften Europas gezielt erkundet und entfaltet wurde, um damit die Ideen für die Praxis zu erweitern.
Triffst du einen Igel, musst du leise sein. Deine Schritte hören sich gewaltig an. Schleich vorbei und flüstre „Guten Morgen“, dass er sich entspannen und entrollen kann. Susanne Brandt
Der Abend zupft leise die Decke zurecht, die federleichte, so weich und so warm, nimmt manchmal die Schlaflosen in den Arm und lauscht auf den Atem, das Kommen und Gehen in jedem Hauch. Und wenn wir das alles geschehen lassen, nicht fassen können, dann staunt er auch. Susanne Brandt
Es ist ein Geschenk, zwischen den Meeren zu leben. Der Alltag, das Leichte wie das Schwere, finden hier einen besonderen Raum. Jetzt im Sommer erweitert sich die Landschaft um mich herum an den Wochenenden manchmal bis hin zum Wattenmeer. Ich kann mir kaum eine andere Region vorstellen, in der die immerwährende Verbundenheit mit dem Wechsel
Sie wuchert am Wegrand – die Gänsedistel, trinkt sich satt an der Sonne und verschenkt dann ihr Licht ohne Dornen, so sanft, dass dichte Wolken ins Staunen kommen und dünnhäutig werden. Susanne Brandt