Autor: Susanne.brandt

Bedenkt und entdeckt das Leben in Lübeck oder unterwegs - am liebsten zu Fuß und in der Begegnung mit anderen. Lernt, schreibt, singt, erzählt, teilt und lässt sich jeden Tag vom Möglichen überraschen. Weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Brandt

Von Wegen und Worten

Das Dichten hab ich beim Gehen gelernt mit offenen Sinnen: Hier sehe ich dies, dort höre ich das, dazwischen bleibt Luft zum Spinnen am zarten Faden aus Bild und Klang.   Zuerst sind die Wortfasern viel zu lang. Dann aber schleicht sich ein Rhythmus ein mit jedem Schritt.   Und wenn sich der Faden zur

Was beim Gehen geschieht – zwei Buch-Tipps

“Beim Gehen in der freier Landschaft verflechten sich objektive und subjektive Realität auf eine ungewohnte Art. Die “Pforten der Wahrnehmung” öffnen sich für die Gesamtheit der Erscheinungen. Man betritt eine Region, die höher ist als der Alltag. Dort angekommen, hat man die Freiheit zu pendeln: zwischen Phasen weitgehender Konzentration auf den Fluss des inneren Erlebens,

Das kann ein Ton werden in meinem Lied

Einfach losgehen – das ist die Freiheit eines jeden Morgens. Etwa eine Stunde brauche ich zu Fuß bis zu meiner Arbeitsstelle. Ich gehe zügig. Nicht, weil ich in Eile bin. Beim Gehen finde ich mein eigenes Tempo, meinen eigenen Rhythmus schon nach wenigen Schritten. Kein Stau bremst mich. Kein Drängler im Rückspiegel treibt mich. Keine Gangschaltung

#frohzufuss: Von der Renaissance des Gehens in Zeiten von Corona

Zufußgehen? Warum? Und: Warum froh? Laut Mobilitätsreport von Infas/ MOBICOR zeigt sich bei der Wahl der Verkehrsmittel durch Corona eine erstaunliche Veränderung gegenüber Daten der Vorjahre: Seit Frühjahr 2020 spielt das Zufußgehen offenbar eine deutlich größere Rolle. Vor der Pandemie waren es 19 Prozent der Wege, die ausschließlich zu Fuß unternommen wurden. Während der langsam

Themen und Variationen zum Erzählen von und mit Hans Christian Andersen

Blattläuse, Schnecken, Hundsblumen, Seifenblasen – es sind die eher unscheinbaren, oft missachteten und unterschätzen Dinge und Wesen am Wegrand des Alltags, die in den Märchen und Geschichten von Hans Christian Andersen eine besondere Aufmerksamkeit und Würdigung erfahren. Entdeckt hat er sie als Spaziergänger, als Reisender mit feinen Sinnen für das Kleine und Zarte, als stiller