Literatur verbindet – so erhoffe und so erlebe ich es gemeinsam mit anderen Menschen immer wieder. Wie gut, wenn das inklusiv gelingt – wie bei diesem Projekt:
200 Jahre ist es her, dass Louis Braille mit der Erfindung der tastbaren Punktschrift eine große und wichtige Grundlage für die selbstbestimmte Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen erschuf. Heute ist die Braille-Schrift noch immer von Bedeutung, auch wenn es inzwischen schon neue Techniken gibt, Inklusion zu schaffen.
Zum Jubiläumsjahr „200 Jahre Brailleschrift“ rief der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich (BSVÖ) einen Literaturwettbewerb ins Leben, der allen Teilnehmer:innen offenstand: Autor:innen aus dem deutschsprachigen Raum waren aufgefordert, sich mit dem Motto
„Gemeinsam mehr sehen“ genauer auseinanderzusetzen und ihre Gedanken zum Gelingen einer inklusiven und chancengleichen Gesellschaft literarisch zu verarbeiten.
Herausgegeben wurde dazu nun eine Anthologie, die sich sehen, hören und tasten lassen kann:
Aus den über 100 eingegangenen Texten wählte die Jury 10 Gewinnertexte, die sich mit dem gesellschaftlichen Stellenwert des Gemeinsamen befassten. Wörtlich genommen oder im übertragenen Sinne eröffnete das Motto „Gemeinsam mehr sehen“ neue Perspektiven und Sichtweisen. Die Texte wurden in Brailledruck, Schwarzdruck, als Hörtext und als digitaler Text publiziert.
Mit dem Beitrag Das Leuchten in unseren Händen konnte auch ich durch Eindrücke und Erfahrungen vom Lauschen am Meer zur Vielfalt dieser besonderen Anthologie beitragen:
- Zum Download: Textsammlung Gemeinsam mehr sehen
- Infos zu den Gewinnertexten: https://www.blindenverband.at/de/information/literaturwettbewerb


