Zum 3. Advent: Zeit für Geschichten –  die Magie der 12 Rauhnächte in Bildern und Legenden

Legenden um die Heilige Nacht, aus: Die Heilige Nacht

Die  zwölf Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag (6.1.) stellen in ganz Europa ein kulturhistorisches Phänomen dar. Sie sind geprägt von vielschichtigen Überlagerungen aus altem Brauchtum und christlicher Überlieferung. Unzählige Legenden mit jeweils regionalen Variationen umkreisen und deuten das Mysterium dieser besonderen Zeit, z.B. mit Geschichten von der Geburt des Lichtes, aber auch von Gefahren, Rätseln und Unsicherheiten, die in dieser Zeit eine besondere Achtsamkeit fordern.

So bekommen z.B. die Italiener der Überlieferung nach Besuch von der Weihnachtshexe Befana, die nicht nur mit unserer Frau Holle verwandt ist, sondern auch mit der russischen Babuschka.

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Transparente Grenzen – eine Bilderreise durch Småland

Von der Natur mit ihren Geschichten, Farben und Lichtspielen

Wenn man anfängt, von Smålands Natur zu erzählen, so schwingen die Bilder und Geschichten der Märchentradition, der Literatur und der Glaskunst stets mit. Und wenn man mit den Geschichten oder mit der Glaskunst beginnt, so erzählt man immer auch von der Natur. Das eine greift ins andere, scheint überall gegenwärtig und untrennbar miteinander verwoben.

Wie und wo also den Anfang machen im Rückblick auf eine Spätsommerwoche in Småland?

Vielleicht mit der geheimnisvollen Atmosphäre des Wassers und der Vegetation, die man hier mit einer so außerordentlichen Intensität erfahren kann:

Toftasee im Morgennebel / Foto: Susanne Brandt

Kein Wunder, dass bei diesen facettenreichen Farben und Lichtverhältnissen, bei diesen Dunst- und Nebelzaubereien „Ronja-Räubertochter-Erinnerungen“ aufkommen, dass in dieser Landschaft so viele Märchen verbreitet worden sind und sich Künstler – bildende wie schreibende – immer wieder mit Grenzerfahrungen auseinandersetzen, von Todesnähe, Bewährung und Wegen durch das Ungewisse zu erzählen wissen. Weiterlesen