Zum 3. Advent: Zeit für Geschichten –  die Magie der 12 Rauhnächte in Bildern und Legenden

Legenden um die Heilige Nacht, aus: Die Heilige Nacht

Die  zwölf Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag (6.1.) stellen in ganz Europa ein kulturhistorisches Phänomen dar. Sie sind geprägt von vielschichtigen Überlagerungen aus altem Brauchtum und christlicher Überlieferung. Unzählige Legenden mit jeweils regionalen Variationen umkreisen und deuten das Mysterium dieser besonderen Zeit, z.B. mit Geschichten von der Geburt des Lichtes, aber auch von Gefahren, Rätseln und Unsicherheiten, die in dieser Zeit eine besondere Achtsamkeit fordern.

So bekommen z.B. die Italiener der Überlieferung nach Besuch von der Weihnachtshexe Befana, die nicht nur mit unserer Frau Holle verwandt ist, sondern auch mit der russischen Babuschka.

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Zum neuen Jahr: NACHdenken über VORsätze

“Wesentlich ist und bleibt die Durchlässigkeit für die Eindrücke von außen und – nicht zuletzt – die Offenheit für den Klang der inneren Stimme” (aus: Ulrich Grober: Der leise Atem der Zukunft, oekom 2016)

BALI

An der Flensburger Förde / Foto: S. Brandt

Ehrlich: Die sogenannten “guten Vorsätze”, die regelmäßig zum Jahresbeginn reichlich verkündet und ausgetauscht werden, machen mich ebenso regelmäßig nachdenklich. Warum kann ich persönlich mit “guten Vorsätzen” so wenig anfangen? Sicher nicht, weil ich meine, es sollte alles so bleiben wie es ist – mich selbst eingeschlossen – und wäre an keiner Stelle “zum Guten/Besseren wandelbar”.

Vielleicht liegt es am Wort: “Vorsatz” drückt für mich eine große Distanz zu meinem Inneren aus. Das, was ich mir vornehme, scheint sich (noch) außerhalb von mir zu befinden, in der Zukunft, noch nicht erreicht und somit auch noch nicht inwendig spürbar. Gesteckte Ziele sind eine Art “Sehnsucht auf Distanz”, vielleicht mit starken Wünschen oder Ehrgeiz verbunden, aber eben mit Abstand zu mir selbst bereits aus dem Prozess der Bewegung und Verwandlung herausgelöst: gesetzt, gesteckt, markiert, fokussiert. An Großherzigkeit denke ich bei Ehrgeiz nicht. Weiterlesen

Himmel, Frost und Baumgeflüster – Jahresausklänge zum Hinhören

Original & Foto: Susanne Brandt

Manche Kostproben aus einem ganz besonderen winterlichen Menü für die Ohren, das mir rund um Weihnachten 2013 durch musikalische  Freunde und Weggefährten mit klingenden Grüßen serviert wurde, hätten eigentlich ein anderes Wetter verdient als das milde Grau dieser Tage. Durch knackige Kälte und verschneite Landschaften möchte man nach solchen Texten stapfen: “Kein Halm ist zu sehn und vor Frost knarrt ein Ast / doch tief unterm Schnee blieb die Wärme dem Bast bewahrt, übers Jahr schlägt er aus” , Weiterlesen