„Wir hatten Sternenaugen“. Poetische Erinnerungen an magische Momente

Cover Verlag Hanser

„Weißt du noch?“ von Zoran Drvenkar und Jutta Bauer – das ist so ein Buch, das man an seinem Schreibtisch im Büro aufschlägt und nach den ersten gelesenen Zeilen merkt: Das muss ich mir heute für den Feierabend mit nach Hause nehmen. Hier reicht es nicht, einen professionellen Lektorinnenblick ins Buch zu werfen, um es dann zügig nach den Regeln der bibliothekarischen Kunst zu bearbeiten. Dieses Buch will von der ersten bis zur letzten Zeile mit Muße gelesen werden. Und die Geschichten, die es dabei zu entdecken gibt, erzählen nicht nur von magischen Momenten – sie strahlen eine Magie aus, der man sich kaum entziehen kann.

„Weißt du noch…“ – so leiten die ersten Worte auf jeder Seite einen Blick zurück ein, zurück bis hin zu jenen Tagen, als ein Junge und ein Mädchen vor keinem Abenteuer zurückschreckten und mutig (und vor allem gemeinsam) so manche überraschende Begegnung mit Ziegen und Zwergen, Hunden und Kühen zu meistern wussten. Weiterlesen

Der Glückstopf. Eine Geschichte vom Warten, Wachsen und Wundern

Für frühsommerliche Kamishibai- und Leseförderseminare: eine Geschichte vom Warten, Wachsen und Wundern…

Garten im Juni, Foto: S. Brandt

„…Und als die Sonnenstrahlen schon die ersten Zeichen des Sommers in den Garten schickten, setzte sich die Frau vor die Tür auf eine Bank und schlief ein. Sie erwachte von einem süßen Duft, der ihr wie ein Wind um die Nase wehte: Da war sie von unzähligen Blumen umgeben, die ihren Garten in ein Blütenmeer verwandelt hatten. Die Würmer wühlten sich durch die Erde, um jeden Tag Neues daraus hervor wachsen zu lassen. Und über den Blumen tanzten Schmetterlinge, dass es eine Freude war, ihnen zuzusehen…“

Die ganze Textvorlage nach Motiven eines Volksmärchens zum freien Erzählen und Entfalten: Der Glückstopf

Eine komplette Nacherzählung mit methodisch ausgearbeiteten Ideen für die Kita-Praxis ist veröffentlicht in: Praxismappe „Dies und das…für Kinder ab 5 Jahren“, Kiga-Fachverlag, Bingen 2017

Sonntagsmomente: Schattentheater

BALI

Foto: S. Brandt

Die jungen Triebe,
sie wippen und nicken
beim Schattentheater
zum Vogelgesang.

Der Baum wird zur Bühne
und Blätter und Blumen,
die zittern und staunen
im Zuschauerrang.

Wie heißt wohl das Stück?

Vielleicht heißt es „Frühling“,
vielleicht „Warmer Tag“
oder einfach nur
„Glück“.

Susanne Brandt

Töne zwischen Himmel und Meer – die neue CD von Wolfgang Rieck

Download (1)Glücklich, wer lebt und sich daran freut,
glücklich, wer liebt und es nicht bereut,
glücklich, wer gibt und nicht danach fragt,
was es wohl bringt – ein großes Herz wagt.

Glücklich, wer lacht und das Leben genießt,
glücklich, wer träumt, sich der Welt nicht verschließt,
glücklich, wer sieht des Anderen Not
und schielt nicht ängstlich aufs eigene Brot…

So beginnt eines der Lieder auf der neuen CD von Wolfgang Rieck, das im wiegenden Dreiertakt davon erzählt, was es heißt, glücklich zu sein – nicht mit großen Gesten und riesigen Luftschlössern, sondern warm und staunend mit dem verbunden, was sich als Glück an jedem Tag entdecken und leben lässt, was wir nicht nur empfangen, sondern ebenso frei verschenken können: Gesang zum Beispiel oder auch einfach mal Stille – alles hat seine Zeit. Weiterlesen