Auf dem Weg nach Serbien: Kinderbücher zum Internationalen Kinderbuchtag

Foto: Susanne Brandt

Der Weg von Flensburg nach Pozega/Serbien ist weit. Da bleibt zu hoffen, dass das heute auf die Reise geschickte Buchpaket pünktlich zum Internationalen Kinderbuchtag des IBBY am 2. April sein Ziel erreicht: die Kinderbibliothek von Pozega/Serbien mit ihrer Bibliothekarin Daniela Skokovic, deren Engagement für die Leseförderung ich als bibliothekarische “Schwester” im Sister Libraries Project kennen lernen durfte und noch heute mit großem Interesse und Respekt begleite.

Bücher aus Deutschland für Kinder in Serbien? Wie kann das gehen?

Aus der großen Zahl an interessanten Neuerscheinungen der letzten Jahre, die mir die Verlage für die Juryarbeit des Deutschen Jugendliteraturpreises als Rezensionsexemplare zugeschickt haben, wurde eine besondere Auswahl getroffen:  all jene Titel, die sich (fast) ohne Worte allein durch die Bildsprache “lesen” lassen und sich somit Menschen in allen Ländern  erschließen. Die wunderbare Geschichte “Wie die Vögel” gehört dazu, die ganz ohne Worte auskommt. Auch “Licht an”-Bücher faszinieren vor allem durch die Bilder, die unter der Folie plötzlich aufleuchten. Die besondere Stimmung der stillen Illustrationen in “Hannas Nacht” bleibt wohl keinem Kinder verborgen und bei “Heute bin ich” sind es die Gesichtsausdrücke, die von Gefühlen erzählen – auch dann, wenn jeweils das eine daneben stehende Wort nicht verstanden wird.

Der Internationale Kinderbuchtag, der jedes Jahr am 2. April (am Geburtstag von Hans Christian Andersen!) in aller Welt begangen wird, regt in besonderer Weise dazu an, das Verbindende und Vielfältige der Kinderbücher zwischen den Kulturen zu entdecken und auszutauschen und dabei zu erleben, wie sich über die Erzählkraft der Bilder Sprachbarrieren überwinden lassen – so auch zwischen Deutschland und Serbien.

Weitere Informationen zum Aktionstag sind auf der IBBY-Seite zu finden: http://www.ibby.org/index.php?id=269&L=1