Hier geht es um Gedichte in und aus meinem Lebensumfeld – aber auch um vielfältige Erfahrungen mit Literatur und Klang in verschiedenen Sprachen der Welt
Triffst du einen Igel, musst du leise sein. Deine Schritte hören sich gewaltig an. Schleich vorbei und flüstre „Guten Morgen“, dass er sich entspannen und entrollen kann. Susanne Brandt
Der Abend zupft leise die Decke zurecht, die federleichte, so weich und so warm, nimmt manchmal die Schlaflosen in den Arm und lauscht auf den Atem, das Kommen und Gehen in jedem Hauch. Und wenn wir das alles geschehen lassen, nicht fassen können, dann staunt er auch. Susanne Brandt
Sie wuchert am Wegrand – die Gänsedistel, trinkt sich satt an der Sonne und verschenkt dann ihr Licht ohne Dornen, so sanft, dass dichte Wolken ins Staunen kommen und dünnhäutig werden. Susanne Brandt
Komm, flüstert der Wind, es wird höchste Zeit das Alte zu lassen, im Neuen befreit wieder Mut zu fassen, mit zarten Flügeln zu schweben, zu landen im Leben. Susanne Brandt