Sonntagsmomente: Und eines Tages…

Advent, Weihnachten, Neujahr, Dreikönige…die Feiertage liegen hinter uns und ich habe den stürmischen Nachmittag zuhause dazu genutzt, meinen Schreibtisch aufzuräumen. Ein großer Stapel an Briefen und Karten hatte sich da die letzten Wochen angesammelt – viele sehr berührende und persönliche Grüße von nah und fern. Jedes Teil habe ich mir heute nochmal in aller Ruhe vorgenommen,  diesem oder jenem einen Platz in meinem Zimmer gegeben. Die drei weisen Männer auf Wanderschaft zum Beispiel, die stehen jetzt leuchtend rot gleich neben meinem Arbeitsplatz.

Und eines Tages (von Kindern der Grundschule Völlen)

Sie werden dort wohl ein ganzes Jahr lang bleiben – und zugleich in meinen Gedanken hin und her spazieren. Mit einem dicken Brief von den Kindern der Grundschule Völlen in Ostfriesland fanden sie den Weg hierher – Zeichen einer Verbundenheit, die sich in der Zeit von 2000 bis 2010 durch gemeinsame Buchprojekte entwickelt hatte und bis heute auf die eine oder andere Weise weiterlebt. Das kreative Drucken von eigenen Texten und ganzen Büchern mit beweglichen Lettern gehörte dazu…und gehört weiterhin zur ästhetischen und sozialen Bildungsarbeit dieser außergewöhlichen Schule. Daran lasse ich mich gern immer wieder erinnern.

Wichtig ist mir die Karte als Impuls in meinem täglichen Blickfeld auch deshalb, weil sie zugleich Ruhe und Unterwegssein zum Ausdruck bringt: Die Drei scheinen es nicht eilig zu haben. Auch wird hier offenbar Zukünftiges und Gegenwärtiges gleichermaßen mit eingeschlossen in die ruhige Gewissheit: „Und eines Tages sind sie am Ziel“. Weiterlesen