Pfingsten auf Föhr

Ein brausender Wind, ein flackerndes Licht,
noch fassen es die Menschen nicht.
Doch plötzlich wird ein Wort geweckt,
von Geist und Feuer angesteckt,
ein brausender Wind, ein flackerndes Licht.

Ein zündendes Wort, ein farbiger Klang:
Aus vielen Sprachen ein Gesang,
mit Gottes Atem ausgesandt,
von Mund zu Ohr, von Herz zu Hand:
ein zündendes Wort, ein farbiger Klang.

Ein göttlicher Hauch, ein brennender Traum:
Gesang und Hoffnung füllen den Raum,
entlocken einen Freudensprung,
beflügeln die Begeisterung,
ein göttlicher Hauch, ein brennender Traum.

Ein wachsendes Licht, ein zärtlicher Wind,
wo Menschen beieinander sind,
da wird das Brot gerecht verteilt.
Die Taube trägt ein Friedenskleid,
ein wachsendes Licht, ein zärtlicher Wind.

Text: Susanne Brandt, © bei der Autorin

Melodie: „O Heiliger Geist, o heiliger Gott“ von Samuel Scheidt, 1650

Zum Hören: