„Die Gefahr einer einzigen Geschichte“

c Pan y Arte

Diese Märzwoche ist eine besondere Woche: am 20. März ist „Weltgeschichtentag“ und am 21. März ist der „Welttag der Poesie“ wie auch der „Internationale Tag gegen Rassismus“. Was bedeutet das für unseren Umgang mit Sprache? Was bedeutet das für Bibliotheken und ihr Medienangebot? Hilfreicher als eine einfache Antwort auf diese schwierige Frage ist die Rede der Schriftstellerin und Geschichtenerzählerin Chimamanda Adichie über die „Gefahr einer einzigen Geschichte“.

Hier der Filmmitschnitt dazu: https://www.ted.com/talks/chimamanda_adichie_the_danger_of_a_single_story?language=de

Und hier ein Auszug der Rede in deutscher Übersetzung zum Nachlesen: https://www.nordkirche-weltweit.de/fileadmin/user_upload/zmoe/media/Presse/weltbewegt/2013_Afrika/Die_Gefahr_einer_einzigen_Geschichte.pdf

Bilderbuch-Tipps: Geschichtenvielfalt weitet den Blick für Lebensvielfalt

Zum Weiterlesen:

http://waldworte.eu/category/medien-tipps/bilderbuecher-aus-aller-welt/

http://www.bz-sh-medienvermittlung.de/?s=Kulturelle+Vielfalt

 

Der Glückstopf. Eine Geschichte vom Warten, Wachsen und Wundern

Der “Weltgeschichtentag” und der “Internationale Tag des Glücks” fallen am 20. März auf einen Tag. Dazu wird an diesem Tag das altpersische Neujahrs- und Frühlingsfest Nouruz gefeiert und astronomisch beginnt der Frühling. Was liegt da näher, als an diesem Tag eine Geschichte zu erzählen, die vom Glück handelt und das Wachsen und Aufblühen in der Natur beschreibt, z.B. das Märchen vom “Glückstopf”:

Garten im Juni, Foto: S. Brandt

“…Und als die Sonnenstrahlen schon die ersten Zeichen des Frühlings in den Garten schickten, setzte sich die Frau vor die Tür auf eine Bank und schlief ein. Sie erwachte von einem süßen Duft, der ihr wie ein Wind um die Nase wehte: Da war sie von unzähligen Blumen umgeben, die ihren Garten in ein Blütenmeer verwandelt hatten. Die Würmer wühlten sich durch die Erde, um jeden Tag Neues daraus hervor wachsen zu lassen. Und über den Blumen tanzten Schmetterlinge, dass es eine Freude war, ihnen zuzusehen…”

c Kiga-Fachverlag

Eine komplette Nacherzählung mit methodisch ausgearbeiteten Ideen für die Kita-Praxis ist veröffentlicht in: Praxismappe “Dies und das…für Kinder ab 5 Jahren”, Kiga-Fachverlag, Bingen 2017

Wer kennt noch andere “Glücksgeschichten” oder “Frühlingsgeschichten”? Der 20. März ist ein guter Tag, um davon etwas zu erzählen!

Zum Weltgeschichtentag: Grünes Glas vor Augen

 Susanne Brandt (c)privat
Eine Waldglasscherbe, ein Hütejunge, eine Prinzessin… und Jakob, der Zauberer an der Warnow. Susanne Brandt erzählt von dem kleinen Jakob, dem Jungen aus dem 21. Jahrhundert, der über mehr als die neueste Spielkonsole zu erzählen weiß…
Beim Schreibwettbewerb der Stadt Schwerin 2009 gehörte die Geschichte  “Grünes Glas vor Augen” zu den Preisträgertexten.
Bei den “Glasgeheimnissen” in Breklum/Nordfriesland wurde die Geschichte kürzlich bei einer Lesung wieder lebendig.
Heute am “Weltgeschichtentag” zum Thema “Wünsche” passt das Märchen gut auch auf diese Seite:

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Wasser weltweit in Märchen: Federwölkchen

Logo zum Internationalen Weltgeschichtentag von Mats Rehnman mit freundlicher Genehmigung. Herzlichen Dank!

Als “Weltgeschichtentag” wird der 20. März und als “Weltwassertag” wird der 22. März weltweit begangen – Tage, die dazu einladen,  sich zu besinnen auf die Kunst des Erzählens wie auf die Kostbarkeit des Wassers. Und manchmal zeigt sich eine Verbundenheit von beidem: in Geschichten vom Wasser aus aller Welt – so auch in folgender Geschichte: Weiterlesen

Europäisches Waldmärchen zum Weltgeschichtentag 2012

Zum Weltgeschichtentag 2012 erreichten uns herzliche Grüße aus der Schwesterbücherei in Serbien, wo der ostfriesische “Büchereibaum” zur Feier des Tages nun frühlingshaft erblüht ist – natürlich mit Geschichten drumrum!

Ein Gruß zurück mit einem europäischen Waldmärchen:

Der Fuchs und die Pauke

Ein Fuchs streifte hungrig durch den Wald und suchte nach etwas Essbarem. Er grub in der Erde, wühlte unter den Steinen, aber nicht einmal einen Regenwurm oder einen Mistkäfer konnte er aufstöbern.

Er legte sich unter einen Baum und stellte sich tot. Mit diesem Schwindel hatte er schon die schönsten Vögel ergaunert. Doch auch das wollte heute nicht gelingen.

Plötzlich hörte er einen schrecklichen Laut. Er fuhr zusammen. Wer war denn das? Der Fuchs lauschte angestrengt. Jetzt war es wieder still. Da, wieder dieses dumpfe Brummen. “Das muss ein fürchterliches Tier sein”, sagte ihm seine Angst. Aber sein Hunger flüsterte ihm zu: “Bestimmt ist es etwas zum Essen.” Und sein Hunger war stärker. Weiterlesen