Zum „Erzähl-ein-Märchen-Tag“: Wie man sich mit dem Erzählen retten kann

Der Kleine Kalender verrät, dass am heutigen 26. Februar weltweit der „Erzähl-ein-Märchen-Tag“ begangen wird. Und da ich diesen Regentag gerade nutze, um ein paar Erzähl-Seminare für die nächsten Monate vorzubereiten, greife ich in die dafür frisch erstellte Materialsammlung und fische einen passenden Text für diesen Tag heraus – ein Märchen zum Erzählen vom Erzählen…

Wie man sich mit dem Erzählen retten kann

Schon die Großeltern, Urgroßeltern und Ururgroßeltern wussten: Wenn Menschen allein oder mit anderen auf dem Feld oder im Wald übernachten, dann sollen sie einander Geschichten erzählen.

Foto: Susanne Brandt
Foto: Susanne Brandt

Ja, es ist sogar möglich, sich selbst eine Geschichte zu erzählen. Denn nur so kann man sicher sein, nicht für immer in die Fänge der Waldfrauen zu geraten. Es geht die Sage um, dass solche Waldfrauen die Menschen nachts auf falsche Wege locken. Und haben sie es geschafft, einen Menschen in ihre Hütte zu sperren, lassen sie ihn nie wieder laufen – es sei denn… Weiterlesen

Sonntagsmomente: Buschwindchenweise

 

Frühlingswald / Foto: Susanne Brandt

Frühlingswald / Foto: Susanne Brandt

Ein feines Windchen weht im Busch
und flüstert: Es wird Zeit.
Das Buschwindröschen hat’s gehört
und öffnet sich ganz weit.
Es nickt den Nachbarn freundlich zu,
den grünen wie den greisen,
bis alle wippen, zart berührt,
nach wunderlichen Weisen.

Susanne Brandt

Kinderbuch-Tipp: Konstantin im Wörterwald

Die mixtvision-Reihe „Dramatiker erzählen für Kinder“ verspricht keine ganz leichte Kost: Graue Pappe und zarte Coverzeichnungen sind nicht auf Blickfang aus und Prosa von Dramatikern, zumal für Kinder, klingt nach literarischem Experiment. Ein bisschen liest es sich auch so. Martin Heckmanns z.B. experimentiert mit Philosophie. Mag sein, dass davon ein bisschen zu viel in dieses Kinderbuch geraten ist. Manche Passagen muten sprachlich und inhaltlich etwas zu bedeutungsschwer an und sind so von Symbolik durchsetzt, dass das Kindliche des Protagonisten stellenweise in den Hintergrund tritt. Zugleich aber ist das Buch so reich an überraschenden Bildern, erstaunlichen Sprachspielereien und klangvollen Momenten, dass man dem Autor das Zuviel an Tiefsinn zugesteht.  Denn angesichts der großen Masse austauschbarer Kindergeschichten, die den Alltag flach wie eine Briefmarke beschreiben – von oben betracht klar berechenbar  und von unten so festgeklebt, dass ungewöhnliche Bewegungen der Gedanken kaum möglich scheinen – rühren Geschichten, die wie diese „in der Schwebe“ bleiben und von  Phantasien erzählen,  eine große Sehnsucht an. Weiterlesen

Was macht der Bücherbus im Wald?

bamanagua / Pan y Arte

Was passiert eigentlich…wenn ein Bücherbus sich verfährt und im Wald landet? Darüber haben heute ein paar Kinder zwischen 4 und 12 Jahren  nachgedacht und angeregt durch ein Bilderbuch aus den USA an einer neuen Geschichte weitergeschrieben – mit allerlei Tieren aus heimischen Wäldern! Das nachfolgende Lied/Gedicht erzählt davon. Weiterlesen