Träumen, Begehren und Luftsprünge – eine Geschichte vom Losfliegen…

U_5901_1A_EIN_GARTEN_FUER_DEN_WAL.Q9_Umschlag WalTräumen, Luftsprünge wagen und die funkelnden Sterne am Himmel bestaunen – das alles kann der Wal im Ozean ganz wunderbar machen. Nur mit Besuch ist es manchmal schwierig. Es fehlt eine Bank auf seinem Rücken. Besser noch wäre ein ganzer Garten! Gedacht, getan: Grashüpfer, der die Tiere zu Land wie zu Wasser mit allem Nötigen versorgt, schafft alles herbei, was auf dem großen Walrücken Platz findet. Und bald kommen auch die ersten Gäste. Nur mit den Luftsprüngen wird es mit einem Garten auf dem Rücken jetzt schwierig. Die Sterne sehen – dazu müsste er sich umdrehen können und überhaupt: Auch die Träume verdunkeln sich, weil der Schlaf nun häufig gestört ist…Als dann irgendwann die Gäste seltener werden, gibt es kein Halten mehr: Weiterlesen

Blut und Blumen. Bilder erzählen Geschichten kriegstraumatisierter Kinder

Bunte Regenbögen und dunkle Szenarien der Bedrohung, Blut und Blumen – von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung traumatisierte Kinder brauchen eine behutsame Begleitung und Ausdrucksmöglichkeiten, um mit dem Erlebten weiterleben zu können. Die Bedeutung einer psychosozialen Betreuung von kriegstraumatisierten Kindern rückt angesichts der unvorstellbaren Angst- und Gewalterfahrungen von unzähligen Kindern im Bürgerkrieg von Syrien mit bedrückender Aktualität erneut in den Blick. Das Kinderhilfswerk terre des hommes schreibt dazu u.a.:

„Viele syrische Flüchtlingskinder sind durch Flucht- und Gewalterfahrungen seelisch gezeichnet. Kinder, die sehr stark traumatisiert sind, erhalten eine intensive psychologische Betreuung. Darüber hinaus werden auch Freizeitaktivitäten für die Kinder organisiert: Mit Hilfe von Spielen, Tanz und Theater werden die Flüchtlingskinder psychisch entlastet, Lebensfreude und Tatkraft kommen zurück. Auch das Malen hilft den Kindern, die Erlebnisse zu verarbeiten. Die Bilder zeigen die grausamen Geschehnisse während der Kämpfe und der Flucht und ermöglichen den psychologischen Betreuerinnen, Vertrauen zu den Kindern aufzubauen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Kinder beginnen über ihre Sorgen und ihre Sehnsucht nach dem Zuhause zu sprechen. Die liebevolle Betreuung mildert die Sehnsucht der Kinder und schafft neue Zuversicht.“

Bereits 2010 konnte ich durch die Mitarbeit an einem Ausstellungsprojekt zu Bildern  traumatisierter Kinder einen Einblick gewinnen und persönliche Kontakte knüpfen zu Menschen, die sich in diesem Bereich engagieren. Entstanden ist damals eine Buchpublikation: http://www.artsbychildren.org/Publikationen.html

Ein Auszug daraus ist nachfolgend  in voller Länge nachzulesen, verbunden mit der Bitte, sich vor diesem Hintergrund auch über die aktuellen Spendenmöglichkeiten für psychosoziale Projekte für kriegstraumatisierte Kinder zu informieren: http://www.tdh.de/was-wir-tun/themen-a-z/traumatisierte-kinder/projekt-refugio.html

http://www.tdh-stiftung.de/fileadmin/user_upload/stiftung/99_Material/Diverses/Dokumentation_Traumahilfe_in_Projekten_Berlin_2011.pdf

Zwischen Erinnerung und Sehnsucht

Vortrag zur Ausstellungseröffnung mit Kinderbildern aus Krisengebieten der Welt

Susanne Brandt, Juni 2010

Bunte Regenbögen und dunkle Szenarien der Bedrohung, Blut und Blumen – wenn wir uns umsehen in dieser Ausstellung, wenn wir die Bilder auf uns wirken lassen, dann mögen wir uns hin- und hergerissen fühlen zwischen Beklemmung, vielleicht Erschrecken angesichts der Not, die wir hinter manchen Bildern erahnen. Weiterlesen