Die Bedeutung von Wahrnehmung und Vorstellungskraft bei Kamishibai – Erkundungen im Grenzbereich zwischen Bilderlesen und Papiertheater

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Fotos von Steinen am Strand, wechselnde Muschelbilder und maritime Motive, die zum Staunen, Fragen und Entdecken einladen – Bildkartensätze wie diese führen vor Augen, was Kamishibai  sein kann. Und was es vom Theater mit dramatischen Darbietungen einer szenisch gestalteten Handlung deutlich unterscheidet. Weiterlesen

Schafe, Spatzen, Bär und mehr – die fünf beliebtesten Geschichten zum Mitmachen aus 15 Jahren „Geschichtenzeit im Advent“

Seit rund 15 Jahren ist es bei mir nun schon Tradition, jedes Jahr zu Weihnachten eine neue Kindergeschichte zu schreiben bzw. nach einer alten Vorlage so zu bearbeiten, dass damit ganz verschiedene Formen des Erzählens und gemeinsamen Gestaltens angeregt werden. Alle Geschichten wurden zunächst in der Bibliothekspraxis mit Vor- und Grundschulkindern erprobt. Einige wurden anschließend in Büchern von verschiedenen Verlagen veröffentlicht und nicht wenige davon fanden so bundesweit Verbreitung, um wiederum in anderen Bibliotheken und Kindergärten des Landes ausprobiert und aufgeführt zu werden. Denn das ist das eigentlich Schöne und Spannende an dieser jährlichen „Weihnachtsgeschichten-Tradition“: Weil jede Geschichte nicht einfach „nur“ vorgelesen, sondern mit den Kindern in unterschiedlicher Weise gestaltet, gespielt und variiert sein will, wird jede Geschichte erst dann so richtig lebendig, wenn sie ihren Weg durch verschiedene Städte und Dörfer, Büchereien, Kindergärten und Schulen findet. Weiterlesen

Buch-Tipp: „Die verkrustete Erde atmet auf“. Die Magie von Tanz und Poesie in „Fräulein Esthers letzter Vorstellung“

Foto: Brandt, aus: “Fräulein Esthers letzte Vorstellung”

Auf den ersten Blick wirkt das neue Janusz Korczak-Buch “Fräulein Esthers letzte Vorstellung” aus dem Gimpel  Verlag dunkel und rätselhaft. Erdige Töne, wenig Licht, aber dann: „…dann kommt Lutek mit seiner Geige und dieser Melodie…Plötzlich ist alles da…Fuß und Bein, Hand und Arm, Kopf und Brust…Sie tanzen ihren Tanz. Frei. Schwebend. Ohne mich. Ich schließe die Augen und sehe ihn…Seinen Adlerkopf, die roten Schwingen…Tief unter ihm – man erkennt sie kaum – unser Haus, die Mauer. Er fliegt weg. Weit, weit weg, ohne sich umzuschauen. Unter seinen Federn, ich sehe ihre Köpfe – Tola, Felunia, die anderen…“

Foto: Brandt, aus: “Fräulein Esthers letzte Vorstellung”

Beim genauen Hinsehen – oder besser: beim Eintauchen in die verborgene Leuchtkraft dieses Buches scheint das Dunkel der Erde aufzubrechen. „Die verkrustete Erde atmet auf“, stellt Janusz Korczak beim Gießen der Blumen auf der Fensterbank fest.

Foto: Brandt, aus “Fräulein Esthers letzte Vorstellung”

Es sind elementare Berührungen mit der Natur, es sind die immer wieder einander zugesprochenen Geschichten und es sind die Bewegungen, die durch die Magie des Tanzes in einem spürbar werden und die von der so außergewöhnlichen Poesie dieses Buches herrühren. Weiterlesen