Verbrannte Dichterinnen und Dichter – zum “Tag des Buches” am 10. Mai

Foto: Susanne Brandt

Der  “Tag des Buches” – im Gedenken an die NS-Bücherverbrennung am 10. Mai vor 85 Jahren – scheint ein bisschen in Vergessenheit geraten zu sein neben dem “Welttag des Buches”, der regelmäßig Ende April breit beworben wird. Aber ein Blick in die Bücher der “verbrannten Dichterinnen und Dichter” zeigt die bleibende Bedeutung von Worten und Gedanken, die sich nicht vereinnahmen und hinbiegen lassen, die nicht glatt durchkommen wollen und ihre Sinne nicht verschließen vor dem, was sich verführerisch unter die Menschen mischt. Mit geschärfter Aufmerksamkeit stehen sie mit ihrem Schreiben für Menschenwürde ein und reden das Unrecht nicht schön, sondern entdecken die Schönheit des Lebens dort, wo es sich in Freiheit und Würde entfalten kann. Dafür bleibt der “Tag des Buches” ebenso Ermutigung wie Erinnerung.