Warum ich gerne durchs Land reise…

Ich sitze im Zug und schaue aus dem Fenster. Ich bin unterwegs zu Seminaren im Westen und im Osten Deutschlands, bei denen ich Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich in Bibliotheken engagieren, etwas von meiner Freude an einer lebendigen Vielfalt weitergeben möchte. Es geht um  vielfältige Geschichten und Bilder, die wir in Bibliotheken miteinander erleben und gestalten können. Durch Seminarreisen im gesamten Bundesgebiet habe ich bereits viele Menschen kennen gelernt, die eine Menge zu dieser Vielfalt beitragen und weiterhin daran mitwirken werden. Was sie genau tun und möglich machen? Zum Beispiel Brücken bauen durch das gemeinsame Entdecken von Bildern. Oder etwas „zur Sprache bringen“ durch Geschichten. Oder einfach Gastfreundschaft üben in einladenden Räumen. Oder Alltag teilen im Dialog von Mensch zu Mensch. Oder aufeinander hören beim Singen und Klingen… Weiterlesen

Sonntagsmomente: Die alten Geschichten von dem, was möglich bleibt…

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Macht, Menschen, Widerspruch – alte Geschichten und andere Möglichkeiten

Manchmal finden die Dinge und Gedanken seltsam zueinander: An einem Tag, als die Medien sich mit Schreckensmeldungen überschlugen über die gefährlichen Machtfantasien der Herren Trump und Höcke, dass einem in der Wiederholung der unsäglichen Aussagen fast die Fantasie abhanden kommen konnte für andere Geschichten – da landete auf meinem Schreibtisch ein Buch zur Rezension, das mir mit seinem sperrigen Titel „Christsein im Imperium“ erstmal wenig Freude verheißen mochte. Zu groß und machtvoll schienen mir die Worte, um von einer „anderen Welt“ zu träumen, wie es der Untertitel andeutet.

Der Blick ins Buch offenbarte dann aber schnell: Die Autorin Renate Wind wählt ihre Worte mit Bedacht statt mit Macht – und weiß um die andere Wirkung jener Geschichten aus biblischen Überlieferungen, die so alt sind, dass sie bereits eine lange und widerständige Geschichte mit herrschenden und vergehenden Imperien überlebt haben. Weiterlesen