Von der stillen Freude, die kommt und geht und kommt… – “Silent Book” aus Brasilien

BaobabMit der klaren grafischen Bildsprache des brasilianischen Künstlers Marcelo Pimentel  wird in diesem textlosen Bilderbuch  aus Recycling-Pappe und Pflanzenfarben eine schlichte  Geschichte mit feinem Humor und Hintersinn erzählt: Einheitlich schwarz trotten die Tiere anfangs durch den Urwald – bis eine Hand am Bildrand schon ahnen lässt, dass plötzlich Unvermutetes geschehen kann. Und siehe da: Gleich darauf werden die Tiere übermütig mit roter Farbe ganz individuell verwandelt. Sie spüren, dass sich da etwas an ihnen verändert.  Aber richtig ins Staunen kommen sie erst, als sie die Verwandlung tatsächlich im Spiegel bewundern können. Weiterlesen

Nicht nur andere „fit machen“, sondern Raum schenken zum Entdecken & „Mitmachen“

Menschenrechte, Inklusion und Teilhabe als Herausforderung für Bibliotheken – ein persönlicher Rückblick auf den Deutschen Bibliothekartag 2015 in Nürnberg

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Foto: Susanne Brandt

Bibliothekartag 2015 in Nürnberg, der „Stadt der Menschenrechte“ – das lässt sich als besondere Herausforderung und Einladung dazu verstehen, bei allen aktuellen Fragen und Entwicklungen des Medienwandels im Blick zu behalten, welche Chancen oder möglicherweise auch Barrieren sich für die Inklusion und Teilhabe von Menschen in verschiedenen Lebenslagen ergeben.

Vier Kongresstage mit einem dicht gefüllten Programm reichen sicher nicht, um darauf erschöpfend Antworten zu finden. Aber immerhin gab es reichlich Impulse zum Weiterfragen – und  die eigentliche Arbeit zu den vielen gewonnenen Eindrücken und neu geknüpften Kontakten fängt an, wenn sich die Menschen vom Kongress wieder auf den Weg nach Hause machen…

Mein persönliches Weiterfragen und -denken knüpft dabei an Gespräche und Vorträge an, in denen es darum ging… Weiterlesen

Silent Books – Libri senza parole: Ein Bibliotheksprojekt für Lampedusa

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle “nur” ein bemerkenswertes neues Buch aus Italien vorstellen: “Der Fluss” von Alessandro Sanna. Oder im Original: “Il viaggio lungo il Po”. Aber eigentlich tut die Sprache der Worte hier nichts zur Sache. Denn es erzählt die Sprache der Bilder, und die ist für Menschen aus allen Ländern und Kulturen – wenn vielleicht auch auf unterschiedliche Weise – zu verstehen:

http://www.book2look.com/book/aOlLFlLhRH

“Silent Books” – diese Bezeichnung, bei der gerade in der Stille mehr mitklingt als in der Beschreibung “Libri senza parole” oder “Bücher ohne Worte” – begegnete mir in Verbindung mit diesem erstaunlichen Buch, das die Betrachtenden durch alle Jahreszeiten am Flußufer entlang führt, zum ersten Mal.

Das machte mich neugierig. Und beim Weitersuchen nach anderen “Silent books” stieß ich auf ein nicht weniger erstaunliches Bibliotheksprojekt des IBBY in Lampedusa: Ein Ort für Bücher, die von allen Menschen der Welt verstanden werden, ein Ort der stillen Einkehr für Menschen auf der Durchreise, ein Ort, an dem die aufgescheuchten Seelen nach langer Reise für eine Weile zur Ruhe kommen können…

Erfahrungsberichte aus dem Projekt: http://www.ibby.org/fileadmin/user_upload/our_valiant_volunteers.pdf

Katalog zum Projekt: http://www.ibby.org/fileadmin/user_upload/silent_books_Lampedusa_Exhibition_catalogue.pdf

Mehr über “silent books” (in deutscher Sprache): http://www.bz-sh-medienvermittlung.de/?p=1635

Mehr über “wordless books” (in englischer Sprache): https://www.commonsensemedia.org/blog/how-wordless-books-can-help-your-kid-learn-to-read?utm_source=052215+Parent+Default&utm_medium=email&utm_campaign=weekly