Septembertage sind Nordseetage: Sylt im Spätsommer 2016

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Küste bei Rantum / Foto: Susanne Brandt

Septembertage sind für mich in jedem Jahr auch Nordseetage: Was 2014 als poetische Bilderreise auf Föhr zu entdecken war und 2015 mit herbstlichen Wegen an der Küste von Cuxhaven, begleitet von Ringelnatz-Gedichten, erkundet wurde, setzte sich nun 2016 mit einer spätsommerlichen Sylt-Wanderung am Roten Kliff und in der Braderuper Heide fort.

Ein Wandertipp:  Schleswig-Holstein zu Fuss_ Sylt von seiner schönsten Seite – shz.de.

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Blick von der Uwe-Düne bei Kampen / Foto: Susanne Brandt

 

 

 

 

 

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Buch-Tipp: „Zugvögel“ – Weltenwanderer im Wattenmeer

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c Willegoos-Verlag / Cover-Foto: Martin Stock

Die  Ringelganstage sind eben vorbei, da lockt ein wunderschönes neues Buch aus dem Willegoos-Verlag zum Weiterlesen: Was dieses Kindersachbuch zum Thema „Vogelzug“ von anderen Vogelzug-Büchern unterscheidet, ist sein besonderer Blick auf die norddeutsche Nordseeküstenregion: Das Wattenmeer als Überwinterungsgebiet, Brutstätte und „Tankstelle“ steht hier im Fokus der anschaulichen Vermittlung von Sachwissen. Mit kurzen Textabschnitten, zahlreichen Fotos, Grafiken und „Spickzetteln“ wird in der ersten Hälfte des Buches vor allem am Beispiel von Küstenseeschwalbe, Pfuhlschnepfe und Ringelgans die Bedeutung des Wattenmeers unter den genannten Aspekten veranschaulicht. Weiterlesen

„Schwebende Zukunft“ – eine Ringelnatz-Wanderung an der Küste von Cuxhaven

Hus Kiek in de See

Hus Kiek in de See

Im „Hus Kiek in de See“ (http://www.hus-kiek-in-de-see.de/) kann man es sich gut gehen lassen – wie einst Joachim Ringelnatz: mit Blick auf See und Schiffe. So jedenfalls hat er es in seinen Erinnerungen „Als Mariner im Krieg“ (1928) beschrieben. Als kleines familiäres Hotel ist das Haus heute nicht nur jener Ort, an dem man von einigen Zimmern aus eben diesen Blick noch heute genießen kann – unmittelbar hinterm Deich und damit direkt an einem attraktiven Küstenweg gelegen, ist das Haus ein idealer Ausgangspunkt für eine ausgedehnte Wander- oder Fahrradtour, die durch wechselnde Naturräume immer am Meer entlang führt.

Und wer den literarischen „Geist“ des Hauses dabei nicht hinter den Mauern lassen möchte, kann sich von Ringelnatz-Gedichten durch diese Natur begleiten lassen.

Das Schwere lernen: narrenglücklich leben

Bei aller „Vergnüglichkeit“, die aus vielen seiner Texte spricht: Ringelnatz Leben war vor allem nach 1933 auch von bitterer Not begleitet. Als seine Bücher und Auftritte 1933 verboten wurden, verarmte er rasch, erkrankte an Tuberkolose, konnte sich aber eine ärztliche Behandlung nicht leisten.  Mit seinen  frechen Versen und anarchischen Kinderbüchern hatte er sich viele Feinde in deutsch-nationalen und völkischen Kreisen gemacht. Weiterlesen

Schönes Sommerbuch: Ebbe und Flut

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Cover: Willegoos

Der Sommer kann kommen – mit Sinn und Verstand für die Geheimnisse des Meeres! Tide und Sturmflut, Leuchttürme und Seezeichen, Fahrrinnen und Strömungen – was dieses Buch aus dem kleinen feinen Willegoos-Verlag über Nordseeküste und Wattenmeer erklärt, gehört in einen sehr weit gefassten Zusammenhang von „Ebbe und Flut“. Die versierte Sachbuch-Autorin Bärbel Oftring versteht es, Kindern im Grundschulalter oder ganzen Familien die wichtigsten Fragen zum Phänomen der Gezeiten leicht verständlich, aber fundiert zu vermitteln: Neben Fragen zu Schifffahrt, Halligen und Inseln geht sie dabei auch auf den Klimawandel, auf die Tier- und Pflanzenwelt und das Verhalten im Watt ein. Die aufgelockerte Aufmachung mit vielen Fotos, Grafiken, Infokästen, „Notizzetteln“ und Sachtexten bietet genügend Stoff, um gründlich in die Tiefe zu gehen und interessante Details zu entdecken. Weiterlesen

Die „Kunst der Fuge“ im Watt – Bewegung und Philosophie in den Naturfotos von Alfred Ehrhardt

„Naturphilosoph mit der Kamera“ wurde Alfred Ehrhardt von einem Zeitgenossen genannt. Die gesetzmäßigen Strukturen der Riffelungen und Furchen an den Gestaden um Cuxhaven hatten ihn in besonderer Weise fasziniert. Von den Nationalsozialisten im April 1933 aus seinem Lehramt an der Hamburger Landeskunstschule entlassen, wirkte er von 1934-1936 in Cuxhaven als Chorleiter und Kirchenorganist – und damit in unmittelbarer Nähe zum Wattenmeer. Was er in der Bewegungskunst der Reformpädagogik und in der Musik bei Bachs „Kunst der Fuge“ bewunderte,  spiegelt sich nun fotografisch in seiner Serie vom Watt und in vielfältigen Variationen rund um das Thema Wasser, Luft und Erde. Weiterlesen