Suzy liest! Willkommen in der Bücherei in 10 Sprachen

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aus: Suzy lit

Die ganze Woche lang fühlte ich mich im Büro wie auf  einer imaginären Weltreise! Jeden Tag trafen spannende Bilderbücher von nah und fern ein. Um  eine Empfehlungsliste mit etwa 40 Titeln für Familien aus verschiedenen Herkunftsländern zu füllen, reichte es nicht, sich nur auf dem deutschen Buchmarkt umzuschauen. Astrid-Lindgren-Bilderbücher in arabischer Übersetzung gibt’s in Schweden, viel Mehrsprachiges lässt sich in Frankreich finden und vor allem Originalillustrationen und -texte aus dem Schatz der arabischen oder persischen Kunst und Literatur – z.T. auf nationaler und internationaler Ebene preisgekrönt –  tragen zur kulturellen Vielfalt der Bibliotheksbestände bei – für ALLE Kinder!

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aus: Suzy lit

Eines der Bücher hat es mir besonders angetan. Ein eher kleines Exemplar aus Frankreich, das zu collagenartigen Bildern verschiedene Begriffe in jeweils 10 Sprachen vorstellt und damit einen ersten sprachlichen Zugang zu einem Thema öffnet – in diesem Fall zum Thema „Bibliothek“  und zu allem, was sich lesen lässt, vom Notizzettel übers Buch bis hin zu Dateien am PC. Weiterlesen

Nicht nur andere „fit machen“, sondern Raum schenken zum Entdecken & „Mitmachen“

Menschenrechte, Inklusion und Teilhabe als Herausforderung für Bibliotheken – ein persönlicher Rückblick auf den Deutschen Bibliothekartag 2015 in Nürnberg

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Foto: Susanne Brandt

Bibliothekartag 2015 in Nürnberg, der „Stadt der Menschenrechte“ – das lässt sich als besondere Herausforderung und Einladung dazu verstehen, bei allen aktuellen Fragen und Entwicklungen des Medienwandels im Blick zu behalten, welche Chancen oder möglicherweise auch Barrieren sich für die Inklusion und Teilhabe von Menschen in verschiedenen Lebenslagen ergeben.

Vier Kongresstage mit einem dicht gefüllten Programm reichen sicher nicht, um darauf erschöpfend Antworten zu finden. Aber immerhin gab es reichlich Impulse zum Weiterfragen – und  die eigentliche Arbeit zu den vielen gewonnenen Eindrücken und neu geknüpften Kontakten fängt an, wenn sich die Menschen vom Kongress wieder auf den Weg nach Hause machen…

Mein persönliches Weiterfragen und -denken knüpft dabei an Gespräche und Vorträge an, in denen es darum ging… Weiterlesen

Erzähler ohne Grenzen – Entwurf eines weltweiten Projektes

Geschichten unter Bäumen

Erzählen in der Natur, Foto: Susanne Brandt

In die Reihe der in „Waldworte“ regelmäßig vorgestellten Initiativen, die sich weltweit für Kultur und Verständigung im Einklang mit der Umwelt einsetzen, möchte ich heute auf die „Erzähler ohne Grenzen“ aufmerksam machen. Sie sind eine Ermutigung zum Erzählen, zum Zuhören und eine Einladung, voneinander zu lernen…

Ausführliche Informationen dazu gibt es hier: http://www.erzaehler-ohne-grenzen.de/   In der Selbstdarstellung der Initiative wird die Idee wie folgt beschrieben:

Gemeinsames Anliegen ist das Erzählen für Menschen in Not, in Krisengebieten, als Entwicklungshilfe, zum Trost, zur Heilung und zur Ermutigung. Erzählen wird hier verstanden, praktiziert und vermittelt als integrierende, heilende Kunst in Europa und der ganzen Welt. Erzählen von Märchen und Geschichten für Menschen in Notsituationen ist das Herz der Initiative. Methoden und Stoff- Kenntnisse werden an MultiplikatorInnen vermittelt, und an Menschen, die mit Kindern und/oder Erwachsenen in Krisengebieten und schwierigen Verhältnissen leben und arbeiten. Zusammenstellungen und Veröffentlichungen sowie Übersetzungen von heilenden Märchen und Geschichten aus aller Welt werden erarbeitet und gefördert.

Geschichten erzählen aus dem Herkunftsland von MigrantInnen Weiterlesen

Aus der Musik- und Wortwerkstatt: Dada, Sprachspiel, Kinderkultur? Ein 100 Jahre altes Lied neu belebt

In Liedern leben Geschichten – und Geschichte! Ihnen nachzuspüren, bleibt Annäherung, vielleicht Mutmaßung, kann sich als spannend und überraschend erweisen. Denn Volkslieder, die in Häusern und auf Straßen von Menschen für Menschen entstanden sind und den Weg in die Welt gefunden haben, führen mitunter ein freies und wildes Leben und lassen sich gar nicht so leicht einfangen, be- und festschreiben.

So auch beim Lied von den „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“, das als musikalisches Sprachspiel seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Umlauf ist und unterwegs Übertragungen in skandinavische Sprachen, in Türkisch und Hebräisch erlebt hat. Mögliche Vorläufer und Ähnlichkeiten zu Sing- und Spielformen, die aus Estland wie aus Italien und Spanien bekannt sind, runden das vielfältige Bild der Verbreitungs- und Entwicklungsgeschichte ab. Auch lassen sich zahlreiche Variationen zur Zahl und Herkunft der Musikanten nachweisen. Nicht immer besteht die muntere Gruppe aus drei Musikanten und nicht überall kommen sie aus China… Weiterlesen

„Kultur der Menschenrechte“ von Anfang an

Nach dem Kinderrechte-Geburtstag Ende November hat der „Tag der Menschenrechte“ in der vergangenen Woche abermals das Thema ins Bewusstsein gebracht – für mich besonders interessant unter folgender Fragestellung: Wie lässt sich bereits in der frühkindlichen Bildung eine „Kultur der Menschenrechte“ verwirklichen? Mögliche Antworten darauf werden in der Publikation „Menschenrechte und frühkindliche Bildung in  Deutschland“ eingehend erörtert und an verschiedenen Praxisbeispielen aus den vergangenen Jahren konkretisiert. Das Denken und Handeln orientiert sich dabei an drei großen Säulen: Weiterlesen