“Unglaublich ergreifend” – das neue Buch von Navid Kermani

61J0HnFfnaL._SX322_BO1,204,203,200_„Unsere Gesellschaft muss sich mehr denn je den Erfahrungswelten von Menschen unterschiedlichster nationaler und religiöser Herkunft stellen, um ein friedliches, an den Menschenrechten orientiertes Zusammenleben zu ermöglichen“ heißt es in der Begründung des Stiftungsrats zur diesjährigen Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den deutsch-iranischen Schriftsteller Navid Kermani. Kermani selbst hätte zur Beschreibung dieses Anliegens vermutlich farbigere und leidenschaftlichere Worte  gefunden. Aber die lassen sich nachlesen: In den Büchern des mehrfach preisgekrönten Dichters und Orientalisten geht es um ein solches wechselseitiges Vertrautwerden mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Erfahrungswelten – nicht protestantisch vernünftig und bemüht verständnisvoll, sondern eher sinnlich, begeisterungsfähig, staunend und humorvoll. Kermanis poetische Sprachkraft und sein von Neugier und Staunen angetriebener Sachverstand führt uns in seinem neusten Werk “Ungläubiges Staunen” vor Augen, welche ungeahnten Überraschungen in der Bildersprache der christlichen Kunst zu entdecken sind. Weiterlesen

Nicht nur andere „fit machen“, sondern Raum schenken zum Entdecken & „Mitmachen“

Menschenrechte, Inklusion und Teilhabe als Herausforderung für Bibliotheken – ein persönlicher Rückblick auf den Deutschen Bibliothekartag 2015 in Nürnberg

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Foto: Susanne Brandt

Bibliothekartag 2015 in Nürnberg, der „Stadt der Menschenrechte“ – das lässt sich als besondere Herausforderung und Einladung dazu verstehen, bei allen aktuellen Fragen und Entwicklungen des Medienwandels im Blick zu behalten, welche Chancen oder möglicherweise auch Barrieren sich für die Inklusion und Teilhabe von Menschen in verschiedenen Lebenslagen ergeben.

Vier Kongresstage mit einem dicht gefüllten Programm reichen sicher nicht, um darauf erschöpfend Antworten zu finden. Aber immerhin gab es reichlich Impulse zum Weiterfragen – und  die eigentliche Arbeit zu den vielen gewonnenen Eindrücken und neu geknüpften Kontakten fängt an, wenn sich die Menschen vom Kongress wieder auf den Weg nach Hause machen…

Mein persönliches Weiterfragen und -denken knüpft dabei an Gespräche und Vorträge an, in denen es darum ging… Weiterlesen

Du gehörst dazu – Menschenrechtsbildung und Literatur

“Kinderbücher könnten ein gutes Medium sein, um auch mit jüngeren Kindern über menschenrechtliche Themen zu sprechen. Dies sei wichtig, da Menschenrechtsbildung bisher häufig erst Jugendliche ab 14 Jahren erreiche. Entscheidend seien hierbei geeignetes Material und eine entsprechende Sensibilisierung der pädagogischen Fachkräfte. Des Weiteren seien partizipative Elemente und Mehrperspektivität unverzichtbar für eine inklusive, diversitätssensible Menschenrechtsbildung.”

So lässt sich das Ergebnis eines Netzwerktreffens der Abteilung Menschenrechtsbildung des Deutschen Instituts für Menschenrechte im November 2014 zusammenfassen, bei dem es um Bilder und Bedeutung von Menschenrechten, Diversity und Inklusion in der (Kinder-)literatur ging.

Quelle: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/menschenrechtsbildung/veranstaltungen/veranstaltungsrueckblicke-2014.html Weiterlesen

„Kultur der Menschenrechte“ von Anfang an

Nach dem Kinderrechte-Geburtstag Ende November hat der „Tag der Menschenrechte“ in der vergangenen Woche abermals das Thema ins Bewusstsein gebracht – für mich besonders interessant unter folgender Fragestellung: Wie lässt sich bereits in der frühkindlichen Bildung eine „Kultur der Menschenrechte“ verwirklichen? Mögliche Antworten darauf werden in der Publikation „Menschenrechte und frühkindliche Bildung in  Deutschland“ eingehend erörtert und an verschiedenen Praxisbeispielen aus den vergangenen Jahren konkretisiert. Das Denken und Handeln orientiert sich dabei an drei großen Säulen: Weiterlesen