Meine erste Liebe – eine Erinnerung zum „Tag der Buchliebhaber“

Tag der Buchliebhaber – so wird der 9. August alljährlich in aller Welt genannt und gefeiert, indem man sich einfach mal wieder Zeit und Muße für ein besonderes Buch gönnt. Ganz im Sinne von Hermann Hesse, der treffend beschrieb: „Es ist mit dem Lesen wie mit jedem anderen Genusse: Er wird stets desto tiefer und nachhaltiger sein, je inniger und liebevoller wir uns ihm hingeben.“

Ich mache aus diesem Anlass heute etwas früher Feierabend. Das mag seltsam anmuten, da ich doch im Lektorat jeden Tag von Büchern umgeben bin. Aber das hat leider nicht immer was mit Liebhaberei zu tun – eher mit Bewerten und Einordnen, mit Kalkulation und Abnahmestatistik. Letztere hat den Charme eines Liebestöters.

Am „Tag der Buchliebhaber“ geht es um etwas anderes. Ich muss es bei mir zu Hause suchen, in jenem Regal mit den „alten Schätzen“. Es geht um die „erste Liebe“, die wie jede erste Liebe etwas Irrationales, nicht Erklärbares in sich trägt. Die erste Liebe in meinem Bücherschrank heißt „Großvater Rotbart“ und wurde von Eva Scherbarth auf die Welt gebracht – ihr Erstgeborenes, wie ich später recherchieren konnte. Geburtsjahr 1968. Weiterlesen

Sommerlich und interkulturell: Dialog in Deutsch mit einer persischen Kirschengeschichte

KirschenSeit vielen Monaten sammle ich Geschichten aus aller Welt. Nicht zu lang sollen sie sein. Und sprachlich nicht zu schwierig. Bei den Geschichten für Kinder wird man da schnell fündig. Soll die Handlung aber auch für Erwachsene interessant sein und Anlass geben für ein anschließendes Gespräch, wird die Auswahl schon kleiner. Aber die Suche lohnt sich! Aus allen Teilen der Welt sind wunderbare kleine Geschichten überliefert, die sich gut miteinander lesen und bedenken lassen. Sie bieten vielfältige Gelegenheiten, um erste Deutschkenntnisse anzuwenden und zu vertiefen, regen aber anschließend vor allem zu spannenden Gesprächen an und beleben ganz nebenbei das gemeinsame interkulturelle Verstehen. Denn ein Lernen mit Geschichten ist nie einseitig! Weiterlesen

„Neue Horizonte erfahren“ – zum Welttag des Buches

Lesen - für panyarteDer „Welttag des Buches“ öffnet den weltweiten Blick auf das Lesen und die Welt der Bücher – ein guter Anlass, um sich an diesem Tag an den Bibliotheks-Projekten von Pan y Arte in Nicaragua zu freuen. Durch Spenden lässt sich die Weiterentwicklung der dortigen Angebote für Leseförderung und Kultur nachhaltig unterstützen. http://panyarte.de/de/projekte/bibliothek-buecherbus/spendenaktion.html

In diesen und anderen Projekten von Pan y Arte wird kreative Förderung groß geschrieben. Denn wer lesen kann, entwickelt Ideen – die Voraussetzung für Veränderung. Viele Kinder kommen hier zum allerersten Mal mit Büchern in Berührung. Dabei ist das Angebot an zusätzlichen Aktivitäten vielfältig und anregend für das kreative und fantasievolle Tun rund um Bücher und Geschichten.

Aus Freude an dem, was dort geschieht – zum Welttag des Buches dieses Gedicht: Lesen – für panyarte

Für alle, die’s gern musikalisch mögen: Auch als „Lesen ist…- Lied“ zu singen: Lesen ist…Song

 

Hilfe in Nicaragua: Bücher wandern ins Zentrum des Dorfes

Bücher wandern ins Zentrum

Umzug in die neue Bücherecke / Foto: Pan y arte

Am Ende des Jahres gibt es einen erfreulichen Blick auf die Weiterentwicklung bei Projekten von Pan y Arte e.V., die ich das ganze Jahr über durch Erlöse aus meinen Büchern, Workshops und Publikationen unterstützen konnte: Fast fertig und vom Standort her nun deutlich günstiger gelegen ist der „Geschichtenwinkel“ im Zentrum des Dorfes Los Angeles.

Pan y Arte e. V. (Brot und Kunst) steht für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit in Nicaragua. Denn Entwicklungszusammenarbeit bedeutet mehr als nur wirtschaftliche Unterstützung. Kunst und Kultur spielen dabei eine wichtige Rolle! Beides sind Grundbedürfnisse des Menschen und deshalb unverzichtbar. KULTUR darf kein Luxus sein. Daher sind Spenden jederzeit willkommen!

Über den neu erbauten „Geschichtenwinkel“ berichtet Pan y Arte: Weiterlesen

Suzy liest! Willkommen in der Bücherei in 10 Sprachen

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aus: Suzy lit

Die ganze Woche lang fühlte ich mich im Büro wie auf  einer imaginären Weltreise! Jeden Tag trafen spannende Bilderbücher von nah und fern ein. Um  eine Empfehlungsliste mit etwa 40 Titeln für Familien aus verschiedenen Herkunftsländern zu füllen, reichte es nicht, sich nur auf dem deutschen Buchmarkt umzuschauen. Astrid-Lindgren-Bilderbücher in arabischer Übersetzung gibt’s in Schweden, viel Mehrsprachiges lässt sich in Frankreich finden und vor allem Originalillustrationen und -texte aus dem Schatz der arabischen oder persischen Kunst und Literatur – z.T. auf nationaler und internationaler Ebene preisgekrönt –  tragen zur kulturellen Vielfalt der Bibliotheksbestände bei – für ALLE Kinder!

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aus: Suzy lit

Eines der Bücher hat es mir besonders angetan. Ein eher kleines Exemplar aus Frankreich, das zu collagenartigen Bildern verschiedene Begriffe in jeweils 10 Sprachen vorstellt und damit einen ersten sprachlichen Zugang zu einem Thema öffnet – in diesem Fall zum Thema „Bibliothek“  und zu allem, was sich lesen lässt, vom Notizzettel übers Buch bis hin zu Dateien am PC. Weiterlesen