Geschichte einer Flucht: Musik, Kunst und Erzählen als einfühlsame Sprachen der Hoffnung

51+YctBH8KL._SY352_BO1,204,203,200_Musiktherapeutische, künstlerische und erzählerische Mittel und Erfahrungen fließen ein in diese deutsch-arabische Kamishibai-Geschichte mit Begleitmaterial 

Angst bestimmt den Alltag vieler Menschen, bevor sie die Gefahren und Strapazen einer Flucht auf sich nehmen. So auch bei der sechsjährigen Raha und ihrer Mutter in dieser Geschichte. In der Hoffnung, dass ihr Vater bald nachkommen kann, schaffen sie es gemeinsam über die Grenze und durchs Gebirge bis zum Meer. Als Zeichen dieser Hoffnung mit dabei: eine beschädigte Perlenkette von zu Hause, die im Verlauf der Flucht durch kleine Kostbarkeiten eine langsame Verwandlung und Heilung erfährt. Ein solches Heilwerden kann vielleicht auch Raha mit ihrer Familie nach und nach erleben. „Hoffnung ist der Glaube, dass alles gut werden wird“, heißt es am Anfang und Ende der Geschichte. Dafür steht Rahas von Alexander Jansen einfühlsam beschriebene Flucht und Ankunft – exemplarisch für unzählige ähnliche Wege. Weiterlesen

Blut und Blumen. Bilder erzählen Geschichten kriegstraumatisierter Kinder

Bunte Regenbögen und dunkle Szenarien der Bedrohung, Blut und Blumen – von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung traumatisierte Kinder brauchen eine behutsame Begleitung und Ausdrucksmöglichkeiten, um mit dem Erlebten weiterleben zu können. Die Bedeutung einer psychosozialen Betreuung von kriegstraumatisierten Kindern rückt angesichts der unvorstellbaren Angst- und Gewalterfahrungen von unzähligen Kindern im Bürgerkrieg von Syrien mit bedrückender Aktualität erneut in den Blick. Das Kinderhilfswerk terre des hommes schreibt dazu u.a.:

„Viele syrische Flüchtlingskinder sind durch Flucht- und Gewalterfahrungen seelisch gezeichnet. Kinder, die sehr stark traumatisiert sind, erhalten eine intensive psychologische Betreuung. Darüber hinaus werden auch Freizeitaktivitäten für die Kinder organisiert: Mit Hilfe von Spielen, Tanz und Theater werden die Flüchtlingskinder psychisch entlastet, Lebensfreude und Tatkraft kommen zurück. Auch das Malen hilft den Kindern, die Erlebnisse zu verarbeiten. Die Bilder zeigen die grausamen Geschehnisse während der Kämpfe und der Flucht und ermöglichen den psychologischen Betreuerinnen, Vertrauen zu den Kindern aufzubauen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Kinder beginnen über ihre Sorgen und ihre Sehnsucht nach dem Zuhause zu sprechen. Die liebevolle Betreuung mildert die Sehnsucht der Kinder und schafft neue Zuversicht.“

Bereits 2010 konnte ich durch die Mitarbeit an einem Ausstellungsprojekt zu Bildern  traumatisierter Kinder einen Einblick gewinnen und persönliche Kontakte knüpfen zu Menschen, die sich in diesem Bereich engagieren. Entstanden ist damals eine Buchpublikation: http://www.artsbychildren.org/Publikationen.html

Ein Auszug daraus ist nachfolgend  in voller Länge nachzulesen, verbunden mit der Bitte, sich vor diesem Hintergrund auch über die aktuellen Spendenmöglichkeiten für psychosoziale Projekte für kriegstraumatisierte Kinder zu informieren: http://www.tdh.de/was-wir-tun/themen-a-z/traumatisierte-kinder/projekt-refugio.html

http://www.tdh-stiftung.de/fileadmin/user_upload/stiftung/99_Material/Diverses/Dokumentation_Traumahilfe_in_Projekten_Berlin_2011.pdf

Zwischen Erinnerung und Sehnsucht

Vortrag zur Ausstellungseröffnung mit Kinderbildern aus Krisengebieten der Welt

Susanne Brandt, Juni 2010

Bunte Regenbögen und dunkle Szenarien der Bedrohung, Blut und Blumen – wenn wir uns umsehen in dieser Ausstellung, wenn wir die Bilder auf uns wirken lassen, dann mögen wir uns hin- und hergerissen fühlen zwischen Beklemmung, vielleicht Erschrecken angesichts der Not, die wir hinter manchen Bildern erahnen. Weiterlesen