Vollmond, Meer & Wunderwesen – Bilderbücher zum genauen Hinschauen

Wohin führt die Treppe? Foto: Susanne Brandt

Liegt es daran, dass diese Tage ein so geheimnisvoll leuchtender Mond am Himmel steht?

Oder habe ich deshalb so viel Sympathie für Einar Turkowskis „Mondblume“, weil ein Garten, der sich seine Geheimnisse nicht nehmen lässt, der geliebt, aber nicht gezähmt werden will und mit seinen Treppen und Winkeln, Sonderlingen und Geheimnissen doch eine Menge Ähnlichkeit mit meinem Garten hat?

Auf jeden Fall hat der Besuch der Ausstellung mit Werken der Schleswig-Holsteiner Kinderbuchillustratoren Jens Rassmus, Eva Muggenthaler und Einar Turkowski im Nordseemuseum Husum http://www.museumsverbund-nordfriesland.de/nordseemuseum/5-0-Sonderausstellungen.html (dankenswerter Weise verlängert bis zum 31. August!) viel dazu beigetragten, sich wieder neu faszinieren zu lassen von den skurrilen Welten dieser Künstler. Und die filigranen und mit großer Geduld erschaffenen Bleistift-Welten des Einar Turkowski haben es mir dabei besonders angetan. Weiterlesen

Natur sensibilisiert für Kunst und Kultur

Erzählen und Gestalten im Herbst / Foto: Veronika Dommer

Am Anfang dieser „Waldworte“-Seite stand vor einigen Jahren das Naturgeschichtenprojekt „Egon“  (= „Entdecke geheimnisvolle Orte in der Natur“) der Gemeindebücherei Westoverledingen, bei dem Menschen im kleinen, aber feinen Rahmen 2007-2011 den Verbindungen von Natur und Erzählkultur, Sinneswahrnehmungen und Kreativität nachspürten. Weiterlesen

Medien-Tipp des Tages: Mein erstes großes Buch von der Natur

Wenn eine renommierte englische Zoologin, die auch im Poetischen sehr versiert ist und ein vielseitiger Künstler und Druckgrafiker gemeinsam über die Natur nachdenken, kann das Ergebnis überraschend sein! Nicola Davies und Mark Hearld haben zunächst einmal ihre Sinne eingesetzt, um zu jenen Worten und bildlichen Ausdrucksformen zu finden, die dieses Buch so einzigartig machen. Sie erinnern sich an das Staunen ihrer eigenen Kindheit und verstehen es, Kinder (und Erwachsene) heute neu zum Staunen zu inspirieren – nicht über sensationelle Ereignisse, sondern über die kleinen feinen Nuancen, die sich überall im Laufe der Jahreszeiten wie von allein auftun. Weiterlesen

Mann und Frau – vom Meereswind bewegt

Foto: Susanne Brandt

„Kommunikation“ – mitten in der Nationalpark-Einsamkeit von Schleswig-Holstein.

Vor der Wattwerkstatt auf der Hamburger Hallig steht diese Skulpturengruppe, bewegt sich immer leicht im Wind, regt an, stößt ab, polarisiert. Ein Mann und eine Frau, sie wenden sich voneinander ab und scheinen sich doch zu suchen. Sie haben einen guten Draht zueinander, der verbindet ihre Gedanken in den karikaturenhaft vergrößerten Köpfen. Kommunikation gelingt nicht, wenn sie „verkopft“, also nur über Worte funktionieren soll. Man braucht diesen Draht zueinander und den gemeinsamen Standpunkt. Weiterlesen

Cello meets Kamishibai – wie Musik, Kunst und Literatur sich verbinden

Ein interessantes Beispiel mit einer Verbindung von Musik, Kunst und Literatur mittels Kamishibai ist bei der Tenri Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt (www.tenri-kw.de) zu finden:

Roeland Duijne und ­KITANO ­K. ­Motoko zeigen  das kamishibai (Schaukastentheater)-Stück „Der Cellospielende ­Gauche“ von ­MIYAZAWA Kenji mit Cello-Unterstützung.

Zur Einführung: Kamishibai (Schaukastentheater) wurde in den 1930er Jahren in Japan erfunden und ist als Unterhaltung, die sich vor allem an Kinder richtet, vor Entwicklung des Fernsehens sehr beliebt gewesen. Auch heute noch erfreut es sich großer Beliebtheit in Kindergärten oder auch in japanischen Schulen im Ausland in der Muttersprachlichen Erziehung. Ebenfalls gibt es Friedens-Kamishibai-Stücke nach den Atombombenabwürfen, aber auch von NGOs zum Beispiel in Tansania wird Kamishibai in der Aids-Aufklärung verwendet.

Der japanische Dichter und Märchenschreiber MIYAZAWA Kenji erfreut sich seit dem großen Tohoku-Erdbeben in Ostjapan letztes Jahr wieder großer Beliebtheit. Er wurde 1896 geboren, als Sanriku-Erdbeben- und Tsunamikatastrophe sowie das Rikuu-Erdbeben, beide in der Tohoku-Region, auftraten und auch danach die Region durch Dauerfrost und Ernteausfälle nicht verschont blieb. Er starb jung im Alter von 37 Jahren an einer Lungenentzündung, aber in der Welt seiner Erzählungen existieren immerzu Träume, Hoffnung und Mut. Nähere Informationen zum Autor: http://de.wikipedia.org/wiki/Miyazawa_Kenji Weiterlesen