„Unglaublich ergreifend“ – das neue Buch von Navid Kermani

61J0HnFfnaL._SX322_BO1,204,203,200_„Unsere Gesellschaft muss sich mehr denn je den Erfahrungswelten von Menschen unterschiedlichster nationaler und religiöser Herkunft stellen, um ein friedliches, an den Menschenrechten orientiertes Zusammenleben zu ermöglichen“ heißt es in der Begründung des Stiftungsrats zur diesjährigen Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den deutsch-iranischen Schriftsteller Navid Kermani. Kermani selbst hätte zur Beschreibung dieses Anliegens vermutlich farbigere und leidenschaftlichere Worte  gefunden. Aber die lassen sich nachlesen: In den Büchern des mehrfach preisgekrönten Dichters und Orientalisten geht es um ein solches wechselseitiges Vertrautwerden mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Erfahrungswelten – nicht protestantisch vernünftig und bemüht verständnisvoll, sondern eher sinnlich, begeisterungsfähig, staunend und humorvoll. Kermanis poetische Sprachkraft und sein von Neugier und Staunen angetriebener Sachverstand führt uns in seinem neusten Werk „Ungläubiges Staunen“ vor Augen, welche ungeahnten Überraschungen in der Bildersprache der christlichen Kunst zu entdecken sind. Weiterlesen

„Kultur der Menschenrechte“ von Anfang an

Nach dem Kinderrechte-Geburtstag Ende November hat der „Tag der Menschenrechte“ in der vergangenen Woche abermals das Thema ins Bewusstsein gebracht – für mich besonders interessant unter folgender Fragestellung: Wie lässt sich bereits in der frühkindlichen Bildung eine „Kultur der Menschenrechte“ verwirklichen? Mögliche Antworten darauf werden in der Publikation „Menschenrechte und frühkindliche Bildung in  Deutschland“ eingehend erörtert und an verschiedenen Praxisbeispielen aus den vergangenen Jahren konkretisiert. Das Denken und Handeln orientiert sich dabei an drei großen Säulen: Weiterlesen

Kinderrechte hier und heute: Sinkendes Wohlbefinden trotz wachsender Bildungschancen!?

Kinder brauchen Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten

Die die jüngste (2013) internationale UNICEF-Vergleichsstudie zur Lage der Kinder in Industrieländern zeigt für Deutschland deutliche Verbesserungen in wichtigen Bereichen auf. Insgesamt liegt Deutschland auf Platz sechs der Industrienationen, wenn es darum geht, eine gute Lebensumwelt für die junge Generation zu schaffen. Im Kontrast zu positiven Entwicklungen auf Feldern wie Bildung und Risikoverhalten steht allerdings die subjektive Sicht der Jugendlichen in Deutschland auf ihre Lebenssituation. Bei der Selbsteinschätzung der Lebenszufriedenheit von Mädchen und Jungen fällt Deutschland auf Platz 22 von insgesamt 29 untersuchten Ländern. Diese Kluft hat sich in den vergangenen Jahren verbreitert und ist jetzt größer als in jedem anderen Industrieland. Weiterlesen

Von der Kunst und Poesie des Geräuschemachens

Sprachklang, Handlungsgeräusch, Bewegungsgeräusch, Atmosphären… das alles und noch viel mehr ist mit im Spiel bei der Kunst des Geräuschemachens. Die Kreativität der Geräuschemacher kennt keine Grenzen und regt dazu an, die Umwelt mit ihren unendlichen Klangmöglichkeiten neu und anders wahrzunehmen und mit allem zu experimentieren. Einen kleinen Einblick in das, was ein professioneller Geräuschemacher macht und zu vermitteln weiß, gibt es hier:  http://www.der-geraeuschemacher.de/de/geraeuschemacher/der-geraeuschemacher-als-dozent Weiterlesen

Natur sensibilisiert für Kunst und Kultur

Erzählen und Gestalten im Herbst / Foto: Veronika Dommer

Am Anfang dieser „Waldworte“-Seite stand vor einigen Jahren das Naturgeschichtenprojekt „Egon“  (= „Entdecke geheimnisvolle Orte in der Natur“) der Gemeindebücherei Westoverledingen, bei dem Menschen im kleinen, aber feinen Rahmen 2007-2011 den Verbindungen von Natur und Erzählkultur, Sinneswahrnehmungen und Kreativität nachspürten. Weiterlesen