Durchsuchen nach
Schlagwort: Herbst

#kulturtagebuch 13. November 2020: Windharfen-Lied am Wegrand

#kulturtagebuch 13. November 2020: Windharfen-Lied am Wegrand

Am Rande eines Hügels, dort, wo der Wind von allen Seiten ungehindert über die Felder streifen kann, reckt sie sich schlank zum Himmel empor: die Windharfe. Auf einer Wanderung durchs Krusauer Tunneltal in Richtung Niehuuser See habe ich sie entdeckt. Hinter den Holzbrettern sind frei schwebend die Saiten gespannt. Wer das Ohr ans Holz legt, hört ein leises Singen und Summen. So jedenfalls an windstillen Tagen wie heute. Eine Infotafel erinnert daran, warum er so wichtig ist, der Wind. Denn…

Weiterlesen Weiterlesen

Sonntagsmomente: Jahreslaufbewegung

Sonntagsmomente: Jahreslaufbewegung

Rund 1600 km Fußweg und 7 Monate liegen zwischen diesen beiden Fotos: derselbe Ort, derselbe Baum – aber ganz unterschiedlich sind die Facetten, die das „Leben dazwischen” prägen. Nein, ich bin nicht von Flensburg bis nach Florenz gewandert (auch wenn ich das sehr gern mal tun würde!). Verreist war ich in den vergangenen Monaten kaum. Auch der Urlaub ist bislang deutlich kürzer ausgefallen als sonst. Ich bin „in der Nähe” geblieben – gerade weil ich Abstandsregeln derzeit für wichtig halte….

Weiterlesen Weiterlesen

Sonntagsmomente: Bäume, Stille, Herbstgeruch. Spaziergänge in der märkischen Landschaft

Sonntagsmomente: Bäume, Stille, Herbstgeruch. Spaziergänge in der märkischen Landschaft

Auf einer von Wald umgebenen Wiese des Dorfes Netzeband bei Neuruppin sind schmale Spiegel wie Stelen im Freien aufgestellt. Sie gehören vermutlich zu dem eben hier beendeten Freilicht-Thetater-Sommer. Wer dort für einen Moment verweilt und hinein schaut, nimmt rechts und links vom Spiegel noch etwas von der Landschaft wahr, die vor einem liegt. Zugleich wird aber beim Blick in den Spiegel sichtbar, was hinter einem liegt. Beim Wandern über die Wiese tritt einem an diesen Spiegelpunkten also immer wieder das…

Weiterlesen Weiterlesen

Sonntagsmomente: Was Frieden heißt

Sonntagsmomente: Was Frieden heißt

Wir sind Gäste alle überall ohne Anspruch auf einen Platz am gedeckten Tisch, nicht geladen, um zu bleiben wie wir sind für immer. Aber immer willkommen, um im Lebendigen Heimat zu finden, wo Wind durch die Sorgen fährt und die Sonne uns wärmt nach dem Winter. Willkommen, wir alle unter einem Himmel, der Licht, Wind und Wasser unfassbar verschenkt, dass wir aufmerksam werden, erschrecken, uns freuen und staunend erkennen, was Frieden heißt. Susanne Brandt

Sonntagsmomente: Ins Blaue träumen

Sonntagsmomente: Ins Blaue träumen

In stillen Stunden schaue ich gerne den Blättern zu: Ein leichter Windhauch – schon wippen sie an den Zweigen, verspielt und verbunden zu einem verwegenen Reigen, auf dass ein paar Tänzer sich lösen und einfach ins Blaue träumen, wie Federn fallen ins laubweiche Gras unter müden Bäumen, als rollten sie dort, Blatt für Blatt, einen leuchtenden Teppich aus. Der Sommer nimmt Abschied. Und morgen wandert mit wehenden Schleiern der Nebel ums Haus. Susanne Brandt