Sonntagsmomente: Es kommt ein Schiff

BALI

Advent an der Alster / Foto: Susanne Brandt

Alster-Spaziergang an einem Adventssamstag in Hamburg: In der Innenstadt herrscht lautes Treiben. Hier am Wasser aber, hier wird es immer stiller, je weiter man sich von den Einkaufsstraßen entfernt. Bei einem Café am Ufer gibt es heiße Getränke. Wenige Leute sitzen am Bootssteg, wärmen sich die Hände am Glas und genießen die Wintersonne.

Da – die Stimmen verstummen. Was ist das? Was ist das für ein feines Klingen vom Wasser her? Langsam zieht ein Dampfer vorbei…. Weiterlesen

„Frühlingsregen“ – ein Nachdenken über das Singen an der Hamburger Talmud-Tora-Schule

Liederbuch

Foto: Susanne Brandt

Ich denke zurück an die Talmud-Tora-Schule im Hamburger Grindelviertel. Immer wieder. Vor genau 30 Jahren habe ich dort am Fachbereich Bibliothekswesen, der damals im Gebäude der ehemals (und heute wieder) jüdischen Talmud-Tora-Schule untergebracht war, meine Diplomarbeit über Geschichte und Ausgabeformen von Kinderliederbüchern geschrieben. Leider wusste ich damals noch nicht, dass rund 50 Jahre zuvor – im Jahre 1935 – der Musiklehrer Joseph Jacobsen (1897-1943) an dieser Schule ein Liederbuch unter dem Titel „Auf! Lasst uns singen“ הבה נשירה (Hawa naschira) herausgebracht hatte, das nur für wenige Jahre zum gemeinsamen Singen von deutschen, hebräischen und jiddischen Liedern einladen konnte. Joseph Jacobsen war schon als Kind Anfang des 20. Jahrhunderts selbst an der Talmud-Tora-Schule unterrichtet worden.  Im Zuge der Novemberpogrome 1938 wurde Jacobsen zusammen mit dem gesamten Kollegium der Talmud-Tora-Schule verhaftet und elf Tage im KZ Sachsenhausen gefangen gehalten. Danach floh er mit seiner Familie nach London, wo er wenige Jahre später nach schwerer Krankheit starb.

Rund 65 Jahre lang – bis zur kommentierten Neuausgabe 2001  –  blieb das von ihm herausgegebene Liederbuch als besonderes Musik- und Zeitdokument des gemeinsamen Singens und Spielens nur noch wenigen Menschen zugänglich. Die 1. Auflage war nach 1935 schnell vergriffen. Eine 2. Auflage konnte es nicht mehr geben… Weiterlesen

Stadtspaziergänge durch Hamburg – Kirchentags-Impressionen auf Seitenwegen

Kirchentag – für manche ein großes Event, ein Straßenfest der Religionen, Nationen und Generationen, ein fröhliches, mitunter auch frustrierendes Bad in der Menge, eine Tankstelle für geistige und geistliche Impulse….

Vermutlich liegt eine der Stärken dieser Laienbewegung in der Freiheit, Kirchentag immer wieder anders zu begehen – buchstäblich zu begehen bei inspirierenden Spaziergängen durch eine wunderschöne Stadt zum Beispiel!

Im Labyrinth der Themen und Treffpunkte habe ich mir in diesem Jahr drei eher stille (Seiten-)Wege gesucht, auf denen ich die Stadt und das, was sie durch ihre Menschen zu erzählen weiß, besser als bisher kennen gelernt habe…

…auf der Spur von Liedern , ihren „Eltern“ und all jenen, die sie singen (oder auch nicht)
…entlang der Elbe und mit Stationen an so manchen unentdeckten Ecken der Stadt, die was zu erzählen haben
…mit Respekt und Staunen für andere Religionen. Weiterlesen

6. Elbekirchentag in Hamburg

Ort: Fischmarkt, 3. Mai 2013 – am Containerprojekt der Landeskirche Anhalts

Infos: http://www.elbekirchentag.de/

Bereits zum sechsten Mal treffen sich in diesem Jahr Christinnen und Christen aus Kirchengemeinden entlang der Elbe zum Elbekirchentag. Wie bereits in Dresden 2011 wird der Elbekirchentag auch in diesem Jahr in Hamburg in den Deutschen Evangelischen Kirchentag eingebettet sein, ausgerichtet diesmal jedoch von der Evangelischen Landeskirche Anhalts.

Direkt am Elbufer, in der Nähe der Fischauktionshalle und des U-Boot-Museums (U-Bahn-Haltestelle Reeperbahn), werden Elbe-engagierte Gemeinden, Initiativen wie auch Einzelpersonen einen Tag lang Raum zu Austausch und Diskussion und Gelegenheit zum Nach- und Vordenken haben.

Programm:

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Rabenteuer auf der Elbe. Klingende Kamishibai-Geschichte aus Hamburg

Foto: Bücherhallen

„Rabenteuer auf der Elbe“ heißt die Geschichte, die beim Kamishibai-Wettbewerb der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen am 24. Oktober 2012 mit dem 1. Preis prämiert worden ist. Neben zwei weiteren Preisträgern wurde dazu eine etwa 10minütige Präsentation mit Klängen erstellt, die auf der Wettbewerbs-Seite zum Schauen und Hören einlädt: http://www.buecherhallen.de/ca/fy/xfm/

Ein schönes Beispiel dafür, wie verschiedene mediale Ausdrucksformen genutzt und miteinander verbunden werden können, um der unmittelbaren Umgebung, Landschaft und Natur phantasievoll zu begegnen, sich davon inspirieren zu lassen und die eigenen Gedanken und Ideen dann mit Geschichten, Bildern und Klängen zur Sprache zu bringen.