Sonntagsmomente: Ins Blaue träumen

Foro: Susanne Brandt

In stillen Stunden
schaue ich gerne
den Blättern zu:
Ein leichter Windhauch –
schon wippen sie
an den Zweigen,
verspielt und verbunden
zu einem verwegenen Reigen,

auf dass ein paar Tänzer
sich lösen
und einfach ins Blaue träumen,
wie Federn fallen
ins laubweiche Gras
unter müden Bäumen,

als rollten sie dort,
Blatt für Blatt,
einen leuchtenden Teppich aus.

Der Sommer nimmt Abschied.
Und morgen wandert mit wehenden Schleiern
der Nebel ums Haus.

Susanne Brandt

Der Glückstopf. Eine Geschichte vom Warten, Wachsen und Wundern

Der “Weltgeschichtentag” und der “Internationale Tag des Glücks” fallen am 20. März auf einen Tag. Dazu wird an diesem Tag das altpersische Neujahrs- und Frühlingsfest Nouruz gefeiert und astronomisch beginnt der Frühling. Was liegt da näher, als an diesem Tag eine Geschichte zu erzählen, die vom Glück handelt und das Wachsen und Aufblühen in der Natur beschreibt, z.B. das Märchen vom “Glückstopf”:

Garten im Juni, Foto: S. Brandt

“…Und als die Sonnenstrahlen schon die ersten Zeichen des Frühlings in den Garten schickten, setzte sich die Frau vor die Tür auf eine Bank und schlief ein. Sie erwachte von einem süßen Duft, der ihr wie ein Wind um die Nase wehte: Da war sie von unzähligen Blumen umgeben, die ihren Garten in ein Blütenmeer verwandelt hatten. Die Würmer wühlten sich durch die Erde, um jeden Tag Neues daraus hervor wachsen zu lassen. Und über den Blumen tanzten Schmetterlinge, dass es eine Freude war, ihnen zuzusehen…”

c Kiga-Fachverlag

Eine komplette Nacherzählung mit methodisch ausgearbeiteten Ideen für die Kita-Praxis ist veröffentlicht in: Praxismappe “Dies und das…für Kinder ab 5 Jahren”, Kiga-Fachverlag, Bingen 2017

Wer kennt noch andere “Glücksgeschichten” oder “Frühlingsgeschichten”? Der 20. März ist ein guter Tag, um davon etwas zu erzählen!

Frei-Räume erfahren – vom Wirken und Wandel im Vertrauten

IMG_1332Wo entstehen Ideen? Wie formen und verändern sich Gedanken? Manchmal am Schreibtisch, häufiger in der Begegnung mit anderen, meistens in Bewegung,  beim Spazierengehen, unterwegs in der Fremde, auf vertrauten Wegen im Hause…

Es ist spannend zu erleben, wie Räume das musische Empfinden beeinflussen: Der freie Blick in den Garten oder auf die Straßen der Stadt beim Musikmachen verändert die Atmung, den Rhythmus, das melodische Empfinden, die Beweglichkeit…

Es ist gut zu erfahren was geschieht, wenn man beim Schreiben und Nachdenken immer mal wieder das Arbeitszimmer verlässt, um die Perspektive zu wechseln, eine andere Haltung einzunehmen, Türen zu öffnen, sich im Vertrauten geborgen zu fühlen und darin gleichzeitig die Veränderung zu suchen… Weiterlesen

Sonntags(ge)danken mit Walderdbeerenduft

IMG_1274Ein Sonntag –
Zeit, sich zu bedanken
für all die Walderdbeereranken,
die unsren Garten zart durchweben,
das Beet mit wildem Wuchs beleben,
ins Grüne rote Tupfen mischen
bis wir die Ernte fein auftischen
in edler Schale zum Dessert.
Es sind nicht viele – zugegeben –
jedoch: Sie duften umso mehr!

Susanne Brandt