Sonntagsmomente: Bäume, Stille, Herbstgeruch. Spaziergänge in der märkischen Landschaft

Auf einer von Wald umgebenen Wiese des Dorfes Netzeband bei Neuruppin sind schmale Spiegel wie Stelen im Freien aufgestellt. Sie gehören vermutlich zu dem eben hier beendeten Freilicht-Thetater-Sommer. Wer dort für einen Moment verweilt und hinein schaut, nimmt rechts und links vom Spiegel noch etwas von der Landschaft wahr, die vor einem liegt. Zugleich wird aber beim Blick in den Spiegel sichtbar, was hinter einem liegt. Beim Wandern über die Wiese tritt einem an diesen Spiegelpunkten also immer wieder das eigene Eingebundensein  konzentriert vor Augen, das in der jeweiligen Umgebung sonst nur als ein Hinten und Vorne nacheinander betrachtet werden kann.

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Septemberlicht und Mondschein. Lyrikvertonungen von Heike Kellermann und Wolfgang Rieck

Foto@Brandt

„Ich mach ein Lied aus Stille / und aus Septemberlicht. / Das Schweigen einer Grille / geht ein in mein Gedicht…“, so beschreibt die Dichterin Eva Strittmatter die Stimmung „Vor dem Winter“ und endet mit den Zeilen: „Ich mach ein Lied aus Stille./ Ich mach ein Lied aus Licht. / So geh ich in den Winter / und so vergeh ich nicht.“  

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