Im Advent: Das große Ja – ein philosophischer Gedankenspaziergang

Mit Gedanken spazieren gehen – genau dazu laden die festlichen Adventstage zwischen den Alltagen der Woche drinnen wie draußen ein. Dass mir dabei nochmal Etty Hillesum mit ihren starken Bildern und einem zarten Duft von Jasmin an der Seite von Viktor E. Frankl begegnet, freut mich persönlich ganz besonders! Der Philosoph und Theologe Christoph Quarch hat sie an mehreren Stellen seines neu erschienenen Buches „Das große Ja“ erwähnt und zu Wort kommen lassen als eine Frau, deren Worte „eine Seele zeigen, in der eine leidenschaftliche Liebe zum Leben mit einem klaren Geist verwoben ist.“ (S.33). Und mehr noch gefällt mir an diesem Buch: Weiterlesen

Bilder unter weitem Himmel – Quelle und Klang in den Worten von Etty Hillesum

Weiter Himmel

Zum Ende des Gedenkjahres zum 100. Geburtstag von Etty Hillesum standen sie nochmal im Raum – die Bilder und Worte aus ihrem Tagebuch, dazu Töne, die sich zwischen den Zeilen erlauschen lassen. Beim 1. Frauenmahl in Flensburg waren ihr ein Redebeitrag und ein neu entstandenes Lied auf eine alte jüdische Weise gewidmet.

Beides gibt es jetzt hier zum Nachlesen auf der Seite des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg:

Das Lied  „Quelle und Klang“: http://www.kirchenkreis-schleswig-flensburg.de/fix/files/doc/Liedblatt%20Quelle%20und%20Klang.3.pdf

Der Text „Enge Wege unter weitem Himmel: http://www.kirchenkreis-schleswig-flensburg.de/fix/files/doc/Hier%20stehe%20ich-brandt.2.pdf

Zur Veranstaltung: http://www.kirchenkreis-schleswig-flensburg.de/frauenarbeit/one.news/index.html?entry=page.news.kd.1121200005.e.57

Kontakt & Copyright: briefe@brandt-susanne.de

 

Ebbe und Flut – Erinnerung an Etty Hillesum

Foto: Susanne Brandt

 

„Ebbe und Flut – auch in der Freundschaft sind die Dinge so; sie müssen ein Gefühl für Rhythmus entwickeln.”

Etty Hillesum
 
 
 
 
 
Etty Hillesum (1914-1943) lebte als jüdische Studentin in Amsterdam und verfasste 1941-1943 ein bis heute viel beachtetes literarisch-philosophisches Tagebuch, in Deutschland erschienen unter dem Titel „Das denkende Herz“. Sie kam 1943 in Auschwitz um. Ihre Aufzeichnungen wurden erstmals 1981 in den Niederlanden veröffentlicht.

In Erinnerung an Etty Hillesum: Aus dem Dunkel gerufen

Foto: Susanne Brandt

Sie hofft
Gott möge auferstehn
in ihr und allen Menschen,
hebt Stein um Stein
vom Brunnen ab
und schaut hinein
wie in ein Grab,
ruft aus dem Dunkel
Gott ans Licht.

Sie hört
was in der Stille spricht,
traut nicht erstarrten Worten
von Leiden, Tod
und Ewigkeit,
sie tanzt und träumt,
sie singt und schweigt,
dem Wasser gleich, das
fließt und fließt.

Sie spürt,
Gott bleibt nicht stehn in ihr,
lebendig ist die Liebe,
die weder Zeit noch
Grenzen kennt,
die Funken schlägt,
die in ihr brennt,
nicht enden will, nicht
sterben wird.

Susanne Brandt                                                                             für Etty Hillesum (1914-1943)


Einfach da sein – Erinnerungen an Etty Hillesum

Das erste Blühen im Frühling, das einfach geschieht ohne Drängen und Mühen zu seiner Zeit:

„Im Grunde müssen wir einfach nur da sein –  aber mit jener Einfachheit und Beharrlichkeit, mit der die Erde da ist und sich von den Jahreszeiten verwandeln lässt…“ (Etty Hillesum)