“Anderen helfen, dass sie ihren Weg gehen können” – Impressionen und Gedanken zu den Geflüchteten und Helfenden in Flensburg

Wege finden / Foto: Susanne Brandt

Wege finden / Foto: Susanne Brandt

Am Flensburger Bahnhof ist seit einigen Tagen vieles anders als sonst. Menschen, die auf der Flucht sind – Tausende, die auf die Weiterreise nach Skandinavien warten – machen in Flensburg Station, bleiben für Stunden, Tage, Nächte, vielleicht auch für länger, für immer. Wir wissen es nicht. Wir erleben nur, dass sie erschöpft sind, dass sie Grundbedürfnisse haben: Wasser und Nahrung, wärmere Kleidung für den kühlen nordeuropäischen Herbst, ein Mindestmaß an Hygiene und die Sehnsucht nach Kontakt und Orientierung – per Handy wie in der persönlichen Begegnung mit Menschen, die ihnen freundlich begegnen.

Ein beeindruckendes Netzwerk an ehrenamtlicher Hilfe hat sich hier in kürzester Zeit entwickelt: Menschen verschiedener Generationen und Nationen packen gemeinsam an, um das bereitzustellen, was jetzt wirklich gebraucht wird – mit praktischer Hilfe vor Ort wie mit allem, was unzählige Helfende von zu Hause herbei schaffen. Dank Facebook klappt die Kommunikation vom Bahnhof in die Stadt. Hilferufe werden sofort von vielen gelesen und in kurzer Zeit erfüllt – ein Hand-in-Hand, wie ich es so noch nie erlebt habe.

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