Medien-Tipp: Hundert Fragen an Dornröschen

„Die Welt wurde niemals zerstört, verwüstet und verheert von denen die fragten, sondern von jenen, die glaubten, die Antworten zu kennen“. Dieses (hochaktuelle!) Zitat von R. D. Precht gehört zu den vielen spannenden Bezügen und Impulsen, die Christian Peitz in seinem neuen Buch „Hundert Fragen an Dornröschen“ mit eigenen Überlegungen zu verbinden weiß. Schritt für Schritt bewegt er sich dabei durch das Märchen vom Dornröschen und zeigt auf, wie sich die darin wohnenden Bilder und Symbole mit Kindern bedenken und ins Gespräch bringen lassen. Und vor allem: Wie unsere Fragen, wie die fragende Annäherung an eine Geschichte dazu beitragen, die Welt, die Mitmenschen und sich selbst in friedfertiger Weise zu betrachten und dem Sinn darin auf der Spur zu bleiben. Weiterlesen

Löffelphilosophie zu einem geheimnisvollen Fundstück

LöffelIn unserem Garten wird gerade gebaut – und bei der dafür nötigen Buddelei haben die Bauarbeiter tief verborgen in der Erde diesen alten Löffel gefunden. Netterweise wurde der Schatz nicht achtlos weggeworfen, sondern auf unserer Terrasse in Sicherheit gebracht. Mir kamen beim näheren Betrachten sofort die Teelöffelmärchen von Christian Peitz wieder in den Sinn. Und mit seiner wunderbaren Löffelphilosophie kann man sich auch zu diesem besonderen Stück so seine Gedanken machen…: http://www.timpete.de/peitz_loeffelphilosophie.pdf

Alles über die Märchen zum Nachlesen (und viel Interessantes drumherum) gibt es hier: maerchen_teeloeffelhttp://www.timpete.de/texte_maerchen_teeloeffel.php

Und wer weiß, welche Geschichte der alte Löffel aus unserem Garten zu erzählen hat? Immerhin ist unser Haus bereits um 1930 gebaut worden. Da kann man sich mit etwas Phantasie auf der Zunge zergehen lassen, in was für Süppchen er damals eingetaucht worden ist, welche Tischgespräche er belauschen und welche Feste er mitfeiern durfte. Ich glaube, da will gerade eine Geschichte ans Licht…!

Susanne Brandt

Bahnfahren ist schön(er) – mit solchen Geschichten…

Ein bisschen fühlt man sich erinnert an die Erzähltradition eines James Krüss mit seinen „Urgroßvater-Büchern“ (vgl. Krüss: Mein Urgroßvater und ich / Mein Urgroßvater, die Helden und ich), bei denen aus dem Miteinander von Enkel und Großvater in den Ferien immer wieder neue Geschichten und Gedichte ersonnen werden, die sich dort in die Helgoländer Rahmenhandlung einfügen. Bei Christian Peitz spielt die Rahmenhandlung, die nebenbei auch eine Vater-Sohn-Geschichte ist, in einem Zugabteil und die modernen Märchen, die sich aus allerlei Fragen unterwegs ergeben, haben allesamt in irgendeiner Weise mit der Eisenbahn zu tun: Weiterlesen

Warme Geschichten für kalte Tage: Neue Märchen von Timpete

Rechte: Timpete

So fangen die schönsten Waldworte-Geschichten an: Der Prinz zieht mit der „Enzyklopädie der Kräuter und Gewürze“ aus der Königlichen Bibliothek in den Wald, um gut informiert nach leckeren Kräutern für ein Essen mit seiner Liebsten zu suchen. Er findet auch welche, vergleicht diese mit den Bildern in seinem Buch und entdeckt Ähnlichkeiten – aber genau mit denen liegt er eben knapp daneben. Denn im leckeren Hühnchengericht landen statt Estragon seltsame Zauberkräuter, die bald ihre Wirkung entfalten. Bis am Ende ein erlösender Kuss alles wieder ins Lot bringt, muss einiges passieren in Wald und Flur… Weiterlesen