Heute auf dem Schreibtisch: Mit Buch und Stift die Welt verändern…

c Knesebeck Verlag

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Ihre Geschichte ging um die Welt: Das Mädchen Malala Yousafzai hat sich schon als 12jährige zu Wort gemeldet und an Konferenzen teilgenommen. Sie erhielt mit 14 in Pakistan den nationalen Kinderfriedenspreis, geriet ins Visier der Taliban, wurde bei einem Anschlag schwer verletzt, war 2014 die jüngste Friedensnobelpreisträgerin und wurde für ihr Engagement mit vielen weiteren Ehrungen bedacht. Ihre Botschaft: „Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern.“[ Für diesen Weg der Reform durch Bildung – besonders für das Recht auf Bildung von Mädchen und Frauen – setzt sie sich, heute in England lebend,  weiterhin ein: klug, mutig und inzwischen mit einer großen Anhängerschaft. Erstmals versucht dieses Buch, ihre Lebensgeschichte für Kinder zu erzählen. Zu leuchtenden Bildern erfahren die Lesenden etwas über ihre familiäre, kulturelle und religiöse Herkunft, über das Land, in dem sie aufgewachsen ist und über ihr Anliegen, für das sie sich einsetzt. Dem biografisch-erzählenden Teil schließt sich ein Infoteil mit Fotos und Dokumenten an. Ein wichtiger Beitrag zum Thema Menschenrechte und Friedensarbeit, an dem ergänzend zu den vielen Titeln über Schicksale von Geflohenen deutlich wird, dass Menschen aus Krisen- und Kriegsregionen nicht nur Oper von Unrecht und Gewalt sind, sondern ebenso Botschafter für Recht und Frieden.

Susanne Brandt

Alte Fragen, neue Medien, andere Zugänge: Wie gelingt Motivation und Inspiration?

Impressionen von der Didacta 2015

Theaterwerkstatt Völlen 1Was gibt’s Neues – speziell als Impulse zur Weiterentwicklung von Bibliothekspädagogik und Literacy – und welche Anforderungen ergeben sich daraus für die Berufspraxis? So ungefähr ließe sich das Interesse beschreiben, mit dem ich mich einen Tag lang auf der Didacta in Hannover umgeschaut habe.

Zunächst ein Gesamteindruck für alle, die die jährliche Didacta vielleicht noch nicht kennen: Der Marktcharakter im Ausstellungsbereich dieser Verkaufsmesse bringt es mit sich, dass es vor allem darum geht, neue Produkte oder Dienstleistungen – hier ganz besonders auf dem digitalen Sektor – vorzustellen. Anders als bei der Buchmesse steht nicht an allen Ständen das Fachgespräch im Mittelpunkt, zumal vielen Mitarbeitenden im Verkaufstrubel die Zeit, manchmal auch die Kenntnis dafür fehlt. Und dass man sich auf einer Bildungsmesse befindet, macht sich auch daran bemerkbar, dass man an jeder Ecke dazu ermuntert wird, für Gewinnspiele immer wieder neue Testaufgaben zu lösen oder Quizfragen zu beantworten – das nervt irgendwann.

Was die Didacta als Europas größte Bildungsmesse mit über 100.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich will, zeigt dieser Film: https://www.youtube.com/watch?v=fDUAKE9FGoQ

Aber neben dem bunten Treiben im Marktbereich gibt es ebenso ein prall gefülltes Vortrags- und Seminarangebot. Und da hatte ich mich am Vormittag für einen Vortrag von Philippe Wampfler über die Bedeutung von Social Media beim Lernen (nicht nur) in der Schule entschieden:

Jugendliche machen sich schlau mit Sozialen Medien – und wir können viel von ihnen lernen!

Der Schweizer Philippe Wampfler ( vgl. seinen Blog www.schulesocialmedia.com mit Hinweis auf seine Bücher zum Thema) lud ein zu einer sympathisch differenzierten Auseinandersetzung mit emphatischem Interesse an der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen, bei der die Ambivalenz des Themas deutlich wurde, ohne dafür Schwarz-Weiß-Bilder von „guten“ und „schlechten“ Medien bemühen zu müssen: Denn nicht die Medien selbst sind die eigentliche Herausforderung, sondern vielmehr die Unklarheit über Kompetenzen und Reformen, die für den Umgang damit nötig wären. Weiterlesen

Kinderrechte hier und heute: Sinkendes Wohlbefinden trotz wachsender Bildungschancen!?

Kinder brauchen Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten

Die die jüngste (2013) internationale UNICEF-Vergleichsstudie zur Lage der Kinder in Industrieländern zeigt für Deutschland deutliche Verbesserungen in wichtigen Bereichen auf. Insgesamt liegt Deutschland auf Platz sechs der Industrienationen, wenn es darum geht, eine gute Lebensumwelt für die junge Generation zu schaffen. Im Kontrast zu positiven Entwicklungen auf Feldern wie Bildung und Risikoverhalten steht allerdings die subjektive Sicht der Jugendlichen in Deutschland auf ihre Lebenssituation. Bei der Selbsteinschätzung der Lebenszufriedenheit von Mädchen und Jungen fällt Deutschland auf Platz 22 von insgesamt 29 untersuchten Ländern. Diese Kluft hat sich in den vergangenen Jahren verbreitert und ist jetzt größer als in jedem anderen Industrieland. Weiterlesen